Oberliga Damen | Peter H. Eisenhuth | 21.06.26 „Valentina ist die Chefin“ Neue Kapitänin, zwei Zugänge, Ausgeglichenheit als Vorteil: Die Frauen des TSC Mainz wollen sich nach dem Wiederaufstieg in der Oberliga halten. Neue Kapitänin der TSC-Frauen: Valentina Urella Rinaldi. | Peter H. Eisenhuth Mainz. Dem Wiederaufstieg folgt ein Umbruch: Mit einem deutlich verjüngten Team steigen die Tennisspielerinnen des TSC Mainz am Sonntag in die Oberligasaison ein. Und mit einer neuen Kapitänin: „Valentina ist die Chefin“, sagt Babak Momeni und bezieht dies nicht nur auf die mannschaftsinternen Ansagen. „Sie schickt auch jeden weg, der stört.“ Die Italienerin, die in ihre zweite Saison mit den Mainzerinnen geht und seit vier Jahren als Trainerin in Momenis Tennisschule arbeitet, hat sich zudem um einen Neuzugang gekümmert: ihre Landsfrau Costanza Traversi, ebenfalls 25 Jahre als, wird als Spitzenkraft in die Runde gehen. „Ich habe sie, glaube ich, vor einigen Jahren mal bei einem Turnier gesehen, kann über ihre Spielstärke allerdings nichts sagen“, räumt der Trainer ein. „Aber Valentina ist mit ihr befreundet, und wenn sie Costanza empfiehlt, wird die Tennis spielen können.“ Bis Position acht gut besetzt Die deutsche Stammbesetzung bilden sollen Laura Shelekhova (18), Elise Barnstedt (19), Julia Drescher (18) sowie als zweite neue Spielerin im Kader Alicia Eberwein (21). „Sie ist eine gute Verstärkung“, sagt Momeni über die Wiesbadenerin, die an der University of North Carolina Studium und Sport miteinander verbindet, „und sie passt sehr gut in die Mannschaft.“ Deren Stärke sei ihre Ausgeglichenheit. Das Team verfüge über keine die Liga überragende Akteurin, aber durch die Bank bis Position acht über gute Spielerinnen. Der Trainer wertet dies als Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten – „die haben vorne zwei, drei sehr starke Frauen stehen, sind dahinter aber zwei Klassen schlechter“. Zwei Joker in der Hinterhand Wenn Momeni „bis Position acht“ sagt, hat er zwei Spielerinnen auf der Rechnung, die seit (sehr) Langem feste Größen im TSC sind: Hannah Müller, die Kapitänin jener Mannschaft mit Sinja und Livia Kraus, die 2018 in der Zweiten Bundesliga aufschlug, die Klasse sportlich hielt, die der Verein anschließend aber zurückzog, und Magdalena Böhmer. „Die beiden sind unsere Joker und eröffnen uns im Kampf um den Klassenverbleib viele Möglichkeiten“, sagt der Coach. „Für Hannah gilt: Sie entscheidet über ihren Einsatz. Wenn sie spielen möchte, ist sie 100-prozentig dabei. Sie ist mindestens so stark wie die anderen Mädchen, und das wissen die auch.“ Zum Auftakt treten die TSC-Frauen beim TC Weiss-Rot Speyer an. Ihr erstes Heimspiel bestreiten sie am Sonntag nächster Woche gegen Viktoria St. Ingbert. Elise Barnstedt hat ihre erste College-Saison hinter und den Kampf um den Klassenverbleib mit dem TSC vor sich. | Peter H. Eisenhuth Anzeige Alle Artikel von Tennis