Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 17.06.26 Trotz allem ein gutes Gefühl Die Zweite Mannschaft des TSC Mainz schafft es in der Verbandsliga beim TC Trier gleich viermal in den Matchtiebreak – und muss dennoch eine 0:9-Niederlage quittieren. Christopher Klaus war einer der drei TSCler, die im Einzel ihren ersten Satz gewannen. Gleiches gelang ihm im Doppel mit Gabriel Mihai. | Archiv/Eßling Trier. Auch in ihrem vorletzten Saisonspiel gingen die Tennisherren des TSC Mainz 2 leer aus. Beim TC Trier, der bislang erst einen Sieg auf dem Konto hatte, setzte es in der fünften Begegnung das dritte 0:9. So nah wie diesmal aber war der angehende Verbandsligaabsteiger einem knappen Ausgang in keiner der vorherigen Partien gekommen: Drei Einzel und ein Doppel wurden erst im Matchtiebreak entschieden. David Anthofer, Christopher Klaus, Gabriel Mihai und Klaus/Mihai gewannen jeweils ihre ersten Sätze, was schon insofern beachtlich war, „als wir im Einzel bislang noch gar keinen Satz geholt hatten“, merkte Jan-Erik Noll an. Anthofer verpasste es an Position drei, den Sack zuzumachen – er führte gegen den Luxemburger Stéphane Pordan mit 9:6, vergab jedoch seine drei Matchbälle und unterlag mit 9:11. Das Siegen nicht mehr gewohnt „Dass wir keines der engen Spiele für uns entscheiden konnten, hing vielleicht auch damit zusammen, dass wir das Siegen nicht mehr gewohnt sind“, sagte Noll. „Bis dahin wurden wir ja an jedem Wochenende abgeschossen. Und beim Stand von 0:8 im letzten Doppel noch mal einen Matchtiebreak umzubiegen, ist noch schwieriger.“ Ganz unterschiedlich verliefen ungeachtet des identischen Ausgangs die beiden vorderen Einzel. Lewin Henkel stand beim 0:6, 0:6 gegen Tom-Felix Fusenig lediglich knapp 35 Minuten auf dem Platz, Levy Müllers Widerstand gegen den Portugiesen Joao Antonio Ferreira Durao erstreckte sich immerhin über eineinhalb Stunden. Dem anfangs noch fehlerhaften, vom zweiten Satz aber nahezu perfekten Serve-and-Volley-Spiel Henrik Jelens, ein Neffe des zweimaligen deutschen Davis-Cup-Gewinners Eric Jelen, vermochte Christopher Klaus in den entscheidenden Momenten nichts mehr entgegenzusetzen. „Das Match hat fast nur am Netz stattgefunden“, berichtete Noll, „und nach dem 4:6 im ersten Satz hat Jelen nichts mehr verschlagen.“ Mit Glück geht ein 4:5 Dennoch reisten die Mainzer mit einem guten Gefühl ab, was nicht nur daran lag, dass die international – auch mit einem Kolumbianer und einem weiteren Portugiesen – besetzten Trierer angenehme Gastgeber waren. „Auch wenn das Ganze mit 0:9 endete: So in etwa hatten wir uns die Saison vorgestellt“, sagte der Sprecher des Aufsteigers. „Dass es ohne einen oder zwei Ausländer zwar sehr, sehr schwer werden würde, eine Begegnung zu gewinnen, wir aber in der Lage wären, den Gegnern das Leben schwer zu machen und mit etwas Glück auch ein 4:5 zu holen.“ Noch einmal muss die TSC-Zweite ran: am Sonntag (10 Uhr) beim TC Dannstadter Höhe. Dann wohl ohne ihre Nummer eins, Levy Müller, weil der zur gleichen Zeit zum im Saisonauftakt der Oberliga in der Ersten Mannschaft gegen Blau-Weiß Homburg benötigt wird. Anzeige Alle Artikel von Tennis