Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 13.05.26

Das Matchverhältnis im Blick

Der erwartete Sieg gelingt dem TSV Schott Mainz 2 bei Verbandsliga-Mitaufsteiger TC Mörsch Frankenthal. „Das Zu-null ist wichtig“, sagt Kapitän Adrian Kraus.
Nach dem Pflichtsieg in Frankenthal trifft Adrian Kraus mit dem TSV Schott am Sonntag auf seinen Ex-Klub.
Nach dem Pflichtsieg in Frankenthal trifft Adrian Kraus mit dem TSV Schott am Sonntag auf seinen Ex-Klub. | Archiv/Eßling

Frankenthal/Koblenz. Was auf ihren ersten Spieltag zutraf, galt auch für den zweiten: Die Zweite Mannschaft des TSV Schott bewegt sich in der Tennis-Verbandsliga im Rahmen ihrer Erwartungen. „Wir wussten, was wir in Koblenz zu erwarten hatten“, erinnerte Adrian Kraus an die 1:8-Auftaltniederlage auf dem Oberwerth, als der Aufsteiger einer ebenfalls Zweite, aber mit drei Ausändern bestückten Mannschaft gegenüberstand. „Ich weiß nicht, ob die Koblenzer selbst erklären können, was sie da machen.“

Klar war freilich auch, dass die Schottler als Favorit zum TC Mörsch Frankenthal fahren würden – eine Rolle, der sie mit einem 9:0-Erfolg gerecht wurden. „Ich würde das als Pflichtsieg bezeichnen“, sagte der Mannschaftskapitän. Die ebenfalls aufgestiegenen Pfälzer gelten als der größte Außenseiter der Staffel, „und sie haben vorne keine Leute gemeldet, die sie plötzlich aus dem Hut zaubern können“.

Westhoff nimmt zwei Matchtiebreaks mit

Fünf Einzel und zwei Doppel endeten nach zwei Sätzen. Lediglich Mika-Ole Westhoff „hatte sich vorgenommen, möglichst viel Zeit auf dem Platz zu verbringen“, sagte Kraus und lachte. An Position sechs kostete Westhoff das Match gegen Tobias Ahollinger mit 5:7, 7:5 und 10:4 aus, und an der Seite von Jerome Rup musste er gegen Sebastian Flick/Bernd Garrecht ebenfalls in den Matchtiebreak; auch der ging mit 10:4 an den TSV.

„Mit dem Zu-null rauszugehen war wichtig“, betonte Kraus angesichts der im Tennis immer wieder erlebten Konstellationen, dass Mannschaften, die an den ersten Spieltagen stark aufstellen, um die für den Klassenverbleib nötigen Punkte zu holen, später in deutlich schwächerer Besetzung auflaufen. Dann sei es nicht mal ausgeschlossen, dass zum Beispiel die Frankenthaler das Team vom Oberwerth bezwingen – „und es am Ende zwischen punktgleichen Mannschaften auf das Matchverhältnis ankommt“.

König und Rup statt Guzik und Kovacs

Die Mainzer waren in leicht veränderter Besetzung unterwegs. Sven König ersetzte den verhinderten Fabian Guzik, Rup rutschte für Robert Kovács ins Team. „Unser Kader passt gut zusammen, wenn mal zwei Leute fehlen, ist das okay, aber wir wollen schon die komplette Saison in einer ähnlichen Aufstellung spielen“, sagte der Kapitän. „Wir werden immer sechs gute Leute stellen können.“

Das soll auch am nächsten Sonntag (10 Uhr) der Fall sein, wenn der TV Alzey an die Erzbergerstraße kommt – der Verein, für den Adrian Kraus in der vorigen Saison aufschlug. Dorthin gewechselt war er, weil er mit seinen Freunden in einer Mannschaft spielen wollte, doch nachdem das Team aus der Rheinhessen- in die Verbandsliga aufgestiegen war, blieb von den Kumpels kaum noch jemand übrig.

 

                                 „Die Verbandsliga

                                       nehme ich

                                    dankend mit“

 

„Damit war der Grund für meinen Wechsel hinfällig“, sagt der 28-Jährige. Und weil er ohnehin in Mainz wohnt und in Wiesbaden arbeitet, kehrte er zum TSV Schott zurück. „Ich wäre auch in die Rheinhessenliga gegangen, aber die Verbandsliga nehme ich dankend mit.“ Von Mitte Juni an soll der eine oder andere Oberligaeinsatz hinzukommen.

Anders als in den beiden vorangegangenen Partien lasse sich nicht vorhersagen, mit welchem Personal sein Ex-Klub antreten werde. Beim 2:7 gegen Oberwerth Koblenz bot der TVA vorne einen Spanier und einen Rumänen auf, das 0:9 gegen Rot-Weiss Kaiserslautern kam ohne ausländische Akteure zustande. „Ich kann mir vorstellen, dass sie uns für einen Gegner halten, den man schlagen muss, um in der Liga zu bleiben, und entsprechend stark aufstellen“, sagt Kraus. „Aber ich bin mir sicher, dass wir gewinnen können.“

Zweimal im Matchtiebreak erfolgreich: Mika-Ole Westhoff kostete den Tag in Frankenthal aus.
Zweimal im Matchtiebreak erfolgreich: Mika-Ole Westhoff kostete den Tag in Frankenthal aus. | Archiv/Eßling
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