Bundesliga | Peter H. Eisenhuth | 13.08.2020

Gäste kommen mit Minor-League-Profi

Den Mainz Athletics steht die nächste schwere Aufgabe bevor: Am Freitag und Samstag empfangen sie die Legionäre Regensburg.
Kann wieder mitwirken: A's-Pitcher Lennard Stöcklin.
Kann wieder mitwirken: A's-Pitcher Lennard Stöcklin. | Bernd Eßling

Mainz. Wenn die Baseballer der Mainz Athletics mit jemandem reden wollen, dem es am ersten Spieltag der Bundesligasaison noch viel schlimmer erging als ihnen, könnten sie in Ulm anrufen. Während die A’s zum Auftakt bei den Heidenheim Heideköpfen mit 1:16 (das ursprünglich gemeldete 1:18 wurde nachträglich korrigiert, weil die Partie aufgrund der neu eingeführten 15-Run-Gnadenregel früher beendet war) und 2:12 unterlagen, wurden die Falcons in Regensburg Legionären mit 0:20 und 10:20 auseinandergenommen. Und das in der ersten Partie binnen drei Innings.

Was das Ganze für die Mainzer unangenehm macht: An diesem Wochenende sind sie Gastgeber der Oberpfälzer, am Freitag ab 19 Uhr und am Samstag ab 14 Uhr. Da drohen gleich die nächsten Klatschen. „Ich rechne nicht mit einer Wiederholung“, gibt sich Sportdirektor Benjamin Hieronimi zwar zuversichtlich, räumt aber ein: „Regensburg ist auch anders besetzt als wir.“

„Anders“ lässt sich wohl auch als „deutlich besser“ definieren. Erst recht, nachdem die Legionäre sich mit US-Profi Niklas Rimmel verstärkt haben. Der Pitcher sollte in dieser Saison eigentlich für die Minnesota Twins in der amerikanischen Minor League spielen; weil die Runde abgesagt wurde, kehrte er nach Regensburg zurück.

Lennard Stöcklin wieder dabei

Bei den A’s hat sich im Vergleich zum vorigen Wochenende zwar auch etwas getan, Lennard Stöcklin steht wieder für den Job auf dem Mound zur Verfügung. Das ist allerdings die einzige Personalie, die für mehr Qualität bürgt als in Heidenheim. Der Belgier Thomas de Wolf muss wegen des Kontakts zu einem Corona-Verdachtsfall noch ein paar Tage in Quarantäne verbringen.

Auf das Publikumsinteresse hat sich die hohe Auftaktniederlage der Athletics im Übrigen nicht negativ ausgewirkt. Für Freitagabend sind alle 280 Tickets, die der Verein unter Berücksichtigung der Hygienerichtlinien vergeben darf, verkauft. Maximal 350 Personen dürfen sich gleichzeitig im Ballpark aufhalten, in dieser Zahl sind Mannschaften, Schiedsrichter, Helfer und Journalisten inbegriffen. Für die zweite Partie gibt es noch Karten, die online gebucht werden müssen unter tickets.mainz-athletics.de.

 

Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier.

Alle Artikel von Baseball