Oberliga Damen | Peter H. Eisenhuth | 24.06.26

Der falsche Gegner zum Auftakt

Nur ein Neuzugang gewinnt: Zum Einstieg in die Saison der Tennis-Oberliga müssen sich die Damen des TSC Mainz in Speyer mit 1:8 geschlagen geben.
Für Sabina Schmidbauer und den TSC Mainz gab es in Speyer nicht viel zu holen.
Für Sabina Schmidbauer und den TSC Mainz gab es in Speyer nicht viel zu holen. | Archiv/Eisenhuth

Speyer. Ein 1:8 zum Auftakt – „das ist heftig, aber wir wussten ja, das Speyer an den ersten Spieltagen immer sehr stark besetzt ist“, kommentierte Sabina Schmidbauer die Niederlage des TSC Mainz in der Damen-Oberliga. „Es ist halt blöd, dass wird sie gleich am Anfang hatten.“

Als eine Begegnung, die sie im Kampf um den Ligaverbleib gewinnen müssen, hatten die Aufsteigerinnen die Aufgabe beim TC Weiss-Rot ohnehin nicht eingestuft. Und so erfreuten sie sich daran, „dass fast alle Matches umkämpft waren“. Allen voran das von Laura Shelekhova gegen Dana Heimen, in dem die Mainzer Nummer zwei nach 3:6 im ersten Satz mit 7:6 im zweiten einen Matchtiebreak abtrotzte.

Weil Shelekhova den dritten Durchgang mit 8:10 denkbar knapp verlor, blieb es Alicia Eberwein vorbehalten, für den einzigen Erfolg der Gäste zu sorgen. Mit 6:2, 6:1 setzte der Neuzugang aus Wiesbaden sich gegen Romy Neumer durch, „damit hat sie sich selbst ein schönes Einstandsgeschenk gemacht“, sagte Schmidbauer, der es maßgeblich zu verdanken ist, dass sich die Collegespielerin der University of North Carolina auf die andere Rheinseite orientiert hat.

Seit drei Jahren bearbeitet

„Ich war seit drei Jahren an ihr dran, um sie zu einem Wechsel zu bewegen, jetzt sind wir alle froh, dass sie den Schritt gemacht hat“, erzählt Schmidbauer. „Alicia fühlt sich bei uns sehr wohl und ist auch froh, mal gegen neue Leute zu spielen, nicht immer nur die bekannten Gesichter.“

Möglichst schnell mit ihrem ersten Oberligasieg nachziehen möchte Costanza Traversi, die neue Nummer eins des Teams vom Ebersheimer Weg. Mit 4:6, 2:6 unterlag die laufstarke Italienerin der Französin Marie Mattel, bot ihr aber einen beherzten Kampf. „Ihr zuzuschauen macht Spaß“, sagt Schmidbauer, „aber ihre Gegnerin war eine noch krassere Bombe.“

Valentina Urelli Rinaldi verpasste einen Matchtiebreak beim 4:6, 6:7 gegen die Belgierin Chelsea Vanhoutte knapp. Weil zudem Elise Barnstedt der Rheinland-Pfalz-Meisterin Alicia Mall und Sabina Schmidbauer an sechster Position Kristina Samardzic unterlagen, hätten die Damen dem Beispiel ihrer Herren in der Begegnung mit dem TC BW Homburg (→ „Daran wächst man auch“) folgen und beim Stand von 1:5 angesichts der hohen Temperaturen auf die Doppel verzichten können.

Erstes Heimspiel am Sonntag

„Aber die Gegnerinnen haben es nicht angesprochen, und wir hatten gehofft, noch einen oder zwei Punkte zu machen“, erläuterte Schmidbauer. Diese Rechnung ging nicht auf. Keines der drei Doppel ging über den zweiten Satz hinaus, am nächsten kamen einer Verlängerung noch Barnstedt und die für Shelekhova eingesetzte Julia Drescher beim 0:6, 5:7 gegen Mall/Neumer.

Am Samstag treten die TSC-Frauen beim am vorigen Wochenende mit fünf Ausländerinnen sowie der Ex-Mainzerin Sintya Kranig aufgelaufenen Park TC KL-Siegelbach (6:3 in Bad Neuenahr) an. Am Sonntag (10 Uhr) empfangen sie Aufsteiger Viktoria St. Ingbert. Ein Absteiger steht im Übrigen bereits fest: Der TC Trier hat seine Mannschaft kurz vor dem ersten Spieltag zurückgezogen.

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