Bundesliga 30 | Peter H. Eisenhuth | 22.06.26 Klatsche mit Ansage Ohne vier Stammspieler unterliegen die Herren 30 des TSC Mainz bei Iphitos München mit 0:9. Déjà-vu: Wie bei seinem Bundesligaeinsatz vor einem Jahr musste Dennis Stritter sich im Matchtiebreak geschlagen geben. | Archiv/Eßling München. Mit etwas zusätzlichem Kulturprogramm hätte sich dieser Trip nach München vielleicht rentiert. „Dafür blieb leider keine Zeit“, sagte Joel Rizzi und lachte. „Wir sind am Freitagabend um 23.20 Uhr angekommen, waren am Samstag wegen der Medenspiele am Sonntag zur gleichen Zeit zurück. Und zwischendurch haben wir uns vermöbeln lassen…“ Mit 0:9 endete die Partie des TSC Mainz in der Herren-30-Bundesliga beim MTTC Iphitos München, doch diese Klatsche vermochte die Geschlagenen nicht zu erschüttern. Schließlich handelte es sich um eine Niederlage mit Ansage: Die Gäste waren ohne vier Stammkräfte angereist, aus der gewohnten Aufstellung standen lediglich Joel und Niko Rizzi zur Verfügung. Franjo Matic, Jelle Ackermann und Matias Valdes waren aus privaten Gründen verhindert, und weil die ohnehin schmalen Aussichten auf einen Erfolg bei den die Meisterschaft anpeilenden Gastgebern damit dahin waren, verzichtete der TSC auch auf Adrien Puget, seine ungeschlagene Nummer eins. Stritter als einziger im Matchtiebreak Stattdessen musste Joel Rizzi gegen Danylo Kalenichenko ran, einst die Nummer 439 der Welt, Anfang dieses Jahrzehnts wegen Dopings für dreieinhalb Jahre gesperrt und seit rund einem Jahr wieder spielberechtigt. Bei 6:1, 6:4 des Ukrainers war für den Mainzer nicht an einen Sieg zu denken, doch wie für alle Mitstreiter – Felix Tripp, Jacques Negro, Dennis Stritter und Lukas Vradelis waren nachgerückt – habe gegolten: „Ich hatte ein schönes Match.“ Das schönste, längste, spannendste und einzige mit Aussicht auf einen Mainzer Erfolg lieferte sich an fünfter Position Dennis Stritter mit Alexander Reinauer. Es endete mit einem Déjà-vu für den in der Jugend beim TSC aktiven, danach zum Hochheimer STV gewechselten und als 30er an den Ebersheimer Weg zurückgekehrten Ersatzmann: Wie bei seinem Einsatz vor einem Jahr unterlag er im Matchtiebreak. Gegen TF Dachau in Bestbesetzung Einen Sieg aus den beiden letzten Spielen werden die Mainzer noch benötigen, um die Klasse zu halten. Am nächsten Samstag (11 Uhr) scheint die Gelegenheit günstig, wenn der punktlose Tabellenletzte TF Dachau an den Ebersheimer Weg kommt. „Dann werden wir aller Voraussicht nach in Bestbesetzung antreten können“, kündigt Rizzi an. „Allerdings wissen wir nicht, was die Gegner vorhaben. Wenn sie wollen, können sie wahrscheinlich mehrere Ausländer einfliegen lassen und sich einen Erfolg erkaufen. Andernfalls wird es sicher eine interessante, offene Begegnung.“ Alle Artikel von Tennis