Gert Adolphi | 11.05.15 Zweimal Bronze Konstantin Völk und Wladmir Remel vom ASV Mainz 88 bringen von den Deutschen Freistil-Meisterschaften Medaillen mit. Die Niederlage im Viertelfinale kostete Konstantin Völk (r.) den angestrebten Titel. Am Ende wurde es für den Mainzer die Bronzemedaille. | Archiv/Eßling Ebenfalls Dritter: Halbschwergewichtler Wladimir Remel (r.) bescherte dem ASV Mainz 88 die zweite DM-Medaille. | Archiv/Willwacher Tuttlingen. Für einen Titel hat es nicht gereicht, doch die drei Ringer des ASV Mainz 88, die bei den Deutschen Freistilmeisterschaften in Tuttlingen auf die Matte gingen, brachten zwei Bronzemedaillen und einen sechsten Platz mit. Für Konstantin Völk endete der Traum von der Meisterschaft im Viertelfinale. Nachdem der 29-jährige Mittelgewichtler zum Auftakt Fabian Roderer (ASV Hof) geschultert hatte, stand es gegen Achmed Dudarov vom SV Weingarten 3:3. Beide hatten einen Beinangriff durchgebracht und Verwarnungspunkte kassiert. In der Schlussphase ließ sich Völk einmal von der Matte stoßen und verlor dadurch mit 3:4. In der Hoffnungsrunde ließ der 88er seinen Gegnern keine Chance und sicherte sich nach Siegen über Schamil Kasomov (TV Essen-Dellwig) und Franco Büttner (Luckenwalder SC) Bronze. „Es ist schade, dass es nicht zu Gold gereicht hat“, sagte Baris Baglan, der Sportliche Leiter des ASV. „Denn Kosta war gut vorbereitet. Er hat aber bestätigt, dass er zur nationalen Spitze gehört.“ Mäßige Beteiligung Nach Auftaktniederlagen gegen die späteren Finalisten im Halbschwergewicht mussten auch Wladimir Remel und Ercihan Albayrak in die Trostrunde. Albayrak verlor gegen Oldrik Wagner auf Schultern und landete auf dem sechsten Rang. Remel gewann gegen Benedikt Haas vom KSV Köllerbach technisch überlegen und erreichte damit den Kampf um den dritten Platz. Dort traf auch er auf Wagner, der in der Bundesliga für die RWG Mömbris/Königshofen gerungen hat und jetzt für den KSV Schriesheim antritt. Der 88er lag 1:5 zurück, wagte aber kurz vor Schluss einen Doppelbeinangriff, den er erfolgreich abschloss. Remel strich eine Viererwertung ein, glich damit aus und gewann aufgrund der höheren Wertung. Die vom ASV Nendingen ausgerichteten Titelkämpfe litten allerdings unter der sehr mäßigen Beteiligung. Da der Deutsche Ringerbund die DM nicht als Qualifikationswettbewerb für die Europaspiele in Baku ausgeschrieben hatte, blieben einige Topathleten – darunter unter anderem William und Georg Harth sowie Nick Matuhin – der Veranstaltung fern. Lediglich 79 Athleten gingen auf die Matte, in der Hälfte der acht Klassen blieben die Teilnehmerzahlen einstellig. Mit 15 Startern war das Leichtgewicht noch am stärksten besetzt. Zum Vergleich: In Georgien mit seinen 3,7 Millionen Einwohnern (Deutschland: 80 Millionen) traten zu den nationalen Meisterschaften 176 Athleten an. Alle Artikel von Ringen