Regionalliga | Peter H. Eisenhuth | 13.01.26

Die Defense vergessen

Basketball-Regionalligist ASC Mainz geht beim Tabellenletzten PS Karlsruhe 2 mit 65:96 unter.
Eine Platzwunde unter dem linken Auge bedeutete das frühe Aus für Center Krist-Obi Fredrick (M.).
Eine Platzwunde unter dem linken Auge bedeutete das frühe Aus für Center Krist-Obi Fredrick (M.). | Archiv/Eßling

Karlsruhe. Eine Woche nach dem sensationellen Erfolg gegen den Tabellenführer erlitten die Regionalliga-Basketballer des ASC Mainz Schiffbruch: Bei Schlusslicht PS Karlsruhe 2 kassierten sie eine 65:96 (52:75, 43:52, 21:33)-Niederlage – statt sich weiter von der Abstiegszone abzusetzen, gehören sie jetzt einem Quartett von Mannschaften mit acht Punkten an, das nur den TV Lich um einen Zähler hinter sich lässt.

Eines der Probleme, die zu dieser Klatsche führten, kam Alexander Heidbrink nur allzu bekannt vor. „Mannschaften, die zwei gute bis sehr gute Spiele absolviert und eine gute Trainingswoche mit vielen Treffern hinter sich haben, vergessen anschließend leider schon mal das Defensespiel“, sagt der Trainer. Genau dies sei in Karlsruhe der Fall gewesen. „Gebessert hat sich das erst im letzten Viertel, als die Entscheidung bereits gefallen war.“

Kaum Defensivrebounds geholt

Lediglich zwei Defensivrebounds hätten seine Leute innerhalb der ersten zehn Minuten geholt, im zweiten und dritten Durchgang seien es nicht viel mehr gewesen. „Dank einiger Steals und guter Abschlüsse haben wir das Ergebnis zur Halbzeit dennoch einigermaßen eng gehalten.“

Selbst die neun Punkte Rückstand schienen nicht mehr von langer Dauer zu sein. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verbuchten die Mainzer drei Stopps hintereinander, trafen allerdings nur einen Wurf, weshalb sich der Abstand rasch knapp verdoppelte. Sich noch einmal heranzuarbeiten, gelang dem ASC nicht.

Karbe und Fredrick früh raus

„So kann es dir ergehen, wenn dein Taktgeber und in allen Bereichen bester Mann fehlt“, merkte Heidbrink an. Ben Karbe nämlich, der unter der Woche mit Corona flachgelegen hatte, fehlte die Kraft für mehr als zehn Minuten, in denen er sich auch nicht auf der Guardposition bewegte, sondern als Power Forward agierte. Obendrein schied Krist-Obi Fredrick wegen einer Platzwunde unter dem linken Auge früh aus.

„Und von allen anderen hatte keiner einen guten Tag erwischt“, berichtete der Coach. Beispielsweise gingen die vor einer Woche treffsicheren Tobias Oppenberg und Philipp Weiler nahezu leer aus. „Am stabilsten war noch Felix Oppenberg.“ Der Flügelspieler kam nach mehrmonatiger Weltreise und eines zuletzt krankheitsbedingten Ausfalls mit 27 Minuten auf die längste Einsatzzeit seit seinem Comeback.

Mit der Fehleranalyse müssen sich Heidbrink und Kotrainer Heiko Pillhofer im Nachgang nicht mehr allzu intensiv befassen. „Analysieren konnten wir das Ganze schon während des Spiels, es ist uns nur nicht gelungen, die Erkenntnisse auch umzusetzen.“

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