Peter H. Eisenhuth | 19.08.2020

Hohe Erwartungen noch übertroffen

Sechzehn Frauen und zwölf Männer aus den deutschen Top 100 stellen sich am Wochenende der Konkurrenz bei den „SiNN Mainz Open“.
Titelverteidiger Daniel Baumann wird auch an diesem Wochenende am Ebersheimer Weg aufschlagen.
Titelverteidiger Daniel Baumann wird auch an diesem Wochenende am Ebersheimer Weg aufschlagen. | Bernd Eßling

Mainz. Sie waren darauf eingestellt, mehr Meldungen zu erhalten als in den vergangenen Jahren. Und sie waren zuversichtlich, dass unter den Interessenten auch eine größere Zahl von Spielerinnen und Spielern der deutschen Top 100 sein würden. Mit einer solchen Flut von Anmeldungen allerdings hatten die Verantwortlichen des TSC Mainz nicht gerechnet: 78 Männer und 61 Frauen wollten von Freitag bis Sonntag an den „SiNN Mainz Open“ teilnehmen – bei der fünften Auflage des Tennisturniers am Ebersheimer Weg sind erstmals mehr Absagen nötig als Startplätze zur Verfügung stehen.

„Ich war mir sehr sicher, dass es ein sehr gut besetztes Turnier werden würde“, sagt Babak Momeni, der Cheftrainer des Klubs, der als Turnierleiter fungiert. „Aber das überrascht selbst mich. Das ist unglaublich.“ Denn nicht nur die Quantität ist beeindruckend, sondern auch die Qualität: In der Herrenkonkurrenz stehen zwölf Top-100-Spieler, davon fünf aus den Top 50. Bei den Damen sind es sogar 16 (5). Angeführt werden die Felder von Aziz Dougaz (Nürnberg, DTB-29) und Marie Benoit (Aachen, DTB-14). In beiden Wettbewerben des auf A-3-Niveau hochgestuften Turniers geht es um 5000 Euro Preisgeld.

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Wildcards für Rup und Stolz

Jeweils 24 Plätze im Hauptfeld werden anhand der Ranglistenpositionen vergeben, unter den Akteuren sind zwei Mainzer: Sinja Kraus vom gastgebenden TSC, an Position drei gesetzt, und Mika Lipp, ebenfalls am Ebersheimer Weg ausgebildet, seit dieser Saison aber für den TC BW Bad Ems im Einsatz. Aufgestockt werden die Erstrundenteilnehmer über je vier Wildcards, in deren Genuss bei den Männern die TSCler Jerome Rup und Leo Stolz sowie die Bad Emser Tristan Reiff und Flynn-Tjark Baumert kommen.

Bei den Frauen hat Momeni auf diese Weise die Ingelheimerin Martina Markov, die Hamburgerin Ada Gergec, Charlotte Keitel (Ludwigshafen) und Izabelle Persson (Kronberg) die Qualifikation erspart. In der wiederum dürfen sich vom Ausrichter sowohl Anna Herding und Aylin Poppe als auch Paul Vest und Youngster Daniel Kirchner versuchen – wenn auch als krasse Außenseiter. „Aber sie sollen die Luft bei einem solchen Turnier schnuppern“, sagt Momeni. Und letztlich habe der Verein die Mainz Open 2016 ja aus der Taufe gehoben, um dem eigenen Nachwuchs die Gelegenheit zu bieten, auf der heimischen Anlage auf hohem Niveau zu spielen.

Apropos Nachwuchs: Gut besetzt sind auch drei der vier Jugendturniere. 26 Meldungen sind für die M14 eingegangen, 16 für die W14, 14 wollen um den M-12-Titel spielen. Lediglich die W12 ist mit sechs Teilnehmerinnen etwas dünn.

Die Auslosung erfolgt am Mittwoch ab 15 Uhr, die Qualifikation beginnt am Freitag um 9 Uhr.

 

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