Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 07.03.26 Die Spitze der Abstiegszone im Visier Die Serie soll einen sechsten Teil erhalten: Verbandsligist TuS Marienborn will mit Viktoria Herxheim gleichziehen. Alexander Markiefka (M.) nennt der Marienborner Trainer Kayhan Cakici beispielhaft für die Einstellung seiner Akteure. | Bernd Eßling Mainz. Drei Siege, zwei Unentschieden lautet die Bilanz der TuS Marienborn aus den winterpausenübergreifenden jüngsten fünf Spielen, dank derer sie sich ein klein wenig von den potenziellen Abstiegsplätzen der Verbandsliga entfernt hat. „Wir haben in den vergangenen Wochen ein bisschen was gerissen“, sagt Trainer Kayhan Cakici, „und das wollen wir fortsetzen. Wir wollen an die Spitze der Abstiegszone und danach noch etwas mehr erreichen.“ Die beginnt mit dem siebten Tabellenplatz, und den nimmt, mit acht Zählern Rückstand auf den Sechstplatzierten, Viktoria Herxheim ein. Zu den Pfälzern aufzuschließen, haben die Marienborner am Sonntag (15.30 Uhr) in den eigenen Händen – denn die sind lediglich drei Zähler entfernt und gastieren an der Kirschhecke. Von der Viktoria zeichnet Cakici ein zwiegespaltenes Bild. „Ich habe noch nie eine Mannschaft gesehen, deren Spieler so oft fallen und liegenbleiben“, sagt er. „Das macht sie unsympathisch.“ Neben dieser Fallsucht aber gebe es viele Dinge im Herxheimer Spiel, die das Team sympathisch machten: die schnellen Angriffe der vielen jungen Leute, die unterschiedlichen Torschützen, generell die Pfälzer Mentalität, das kämpferische Element. In der Lage, allen Paroli zu bieten Zusammengenommen sind das genügend Ansatzpunkte, um diesen Gegner genauso ernst zu nehmen wie zuletzt die Topklubs aus Waldalgesheim und Zeiskam. „Das ist jetzt die große Kunst. Die Punkte gegen Mannschaften, die in der Tabelle oben stehen, sind nur halb so viel wert, wenn wir gegen andere was auf die Mütze bekommen.“ Fußballerisch sei die TuS in der Lage, allen Konkurrenten Paroli zu bieten – ob es an den Spieltagen funktioniere, sei Kopfsache. „Dafür brauchen wir Systemtreue, müssen unsere Positionen halten und geschlossen verteidigen beziehungsweise angreifen“, betont der Trainer. Ebenso müsse die innere Einstellung stimmen und alle Akteure bereit sein, auch ungewohnte Situationen zu erledigen. Zum Beispiel Alexander Markiefka am vorigen Sonntag in Zeiskam. Den Stürmer wechselte Cakici in der zweiten Halbzeit ein – als Sechser. Mit der Ansage, ihn wieder vom Platz zu nehmen, falls es nicht klappe. „Das war für ihn okay. Und auch so etwas macht uns gerade aus.“ Markiefka wurden den Anforderungen im Übrigen gerecht und spielte bis zum Schlusspfiff durch. Alle Artikel von Fußball (Amateure)