Oberliga | Gert Adolphi | 13.05.26

Nach 1:4 noch aufgestiegen

Der FSV Mainz 05 ist mit seiner Dritten Mannschaft nächste Saison in der Oberliga vertreten.

Mainz. Der FSV Mainz 05 hat den Unterbau seines Tischtennis-Zweitligateams verbreitert. Der Verein ist jetzt nicht mehr nur in der Regionalliga, sondern auch in der Oberliga vertreten. Die Dritte Mannschaft schaffte den Sprung in die fünfthöchste Spielklasse durch einen 6:4-Sieg im Aufstiegsspiel den TTV Edenkoben.

Für die Begegnung hatte sich das Team mit Li Bing und Kevin Eckmann aus dem Regionalligakader verstärkt. „Wir haben so aufgestellt, dass wir sicher aufsteigen“, berichtet Teammanager Michael Krebs.

Größeren Sinn ergäbe diese große Präsenz in hohen Klassen, wenn die Mainzer über einen breiten Pool von Talenten etwa im Alter von 14, 15 Jahren verfügten, denen sie damit die Möglichkeit böten, sich langsam nach oben zu arbeiten. Immerhin steht in Nico Löhlein ein 21-Jähriger im Aufstiegsteam.

Den Aufstieg verdient

„Nico hat sich in der Verbandsoberliga sehr gut entwickelt“, erläutert Krebs die Entscheidung, den Oberligaeinzug zu forcieren. „Ihm wollten wir die Möglichkeit geben, den nächsten Schritt zu gehen.“ Geplant sei zudem, einen weiteren Spieler dieses Alters zu verpflichten.

Weil auch für die Zweite Mannschaft Zugänge geplant sind, und dafür Spieler nach unten rücken werden, sei es sinnvoll, die Oberliga zu besetzen. „Außerdem war es die Entscheidung der Mannschaft, nach oben zu gehen“, sagte der Teammanager. „Sie hat es sich auch im Laufe der Saison verdient.“

Trotz der Verstärkungen sah es gegen die Pfälzer zunächst nicht so aus, als ob das Vorhaben gelingen könnte. Nachdem lediglich Löhlein und Constantin Richter ein Doppel gewonnen hatten, lagen die Mainzer mit 1:4 zurück. „Edenkoben hat sehr gut gespielt“, stellte Krebs anerkennend fest, „vor allem im vorderen Paarkreuz.“

Richter leitet die Wende ein

TTV-Nachwuchsmann Jonathan Kraft, der Li Bing in fünf Sätzen bezwang, sei unfassbar stark aufgetreten, auch mit Abwehrspieler Detlef Gäßler seien die Gäste sehr gut aufgestellt gewesen. Gegen die Nummer eins der Pfälzer hatte Eckmann ebenfalls in fünf Sätzen das Nachsehen.

Den Negativlauf stoppte Richter mit einem Dreisatzsieg gegen Daniel Weyhing. „Das war die Trendwende“, sagte Krebs. Li, Eckmann und Löhlein drehten den Rückstand zum 5:4 und stellten den Aufstieg somit schon sicher, weil selbst bei einem Unentschieden das Satzverhältnis den Ausschlag zugunsten der Gastgeber gegeben hätte. „Diese drei Siege waren wichtig“, sagte Krebs. „Vom Kopf und der Motivation her ging das Spiel am Ende in unsere Richtung.“ Mit seinem zweiten Erfolg sorgte Richter zum Abschluss für klare Verhältnisse.

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