Oberliga | Gert Adolphi | 25.11.15 Kampfloser Sieg beim Debüt Der Syrer Khaled Al-Faraj hat beim ersten Einsatz für Alemannia Nackenheim keinen Gegner. Der Tabellenzweite schlägt die KG Hüttigweiler/Schiffweiler mühelos. Nackenheim. Das hatte sich der SV Alemannia Nackenheim so schön ausgemalt: Khaled Al-Faraj, der erst vor kurzem die Freigabe vom Deutschen Ringerbund erhalten hatte, sollte seine Oberligapremiere vor heimischem Publikum feiern. Doch die KG Hüttigweiler/Schiffweiler ließ den dreimaligen Olympiateilnehmer ins Leere laufen. Die Gäste aus dem Saarland traten stark ersatzgeschwächt an und ließen das Freistil-Fliegengewicht unbesetzt. So kam der 45-jährige Syrer bei seinem ersten Einsatz für die Alemannia zu einem kampflosen Sieg. Der Erfolg seiner Mannschaft stand nie infrage und fiel mit 31:8 auch deutlich aus. „Da konnte nichts passieren“, sagte Trainer Ahmet Cakici. „Auch wenn die Gegner mit einer kompletten Mannschaft angetreten wären, hätten sie maximal einen Sieg mehr geholt. Und dann ist das Ergebnis immer noch klar.“ Ligareform naht Wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Cengiz Cakici mussten auch die Gastgeber einen Zählkandidaten aufstellen. Abdullah Yilmaz hielt gegen Marco Maurer zweieinhalb Minuten gut mit, bevor sich eine klare Niederlage andeutete; in der zweiten Runde landete er auf den Schultern. Als zweiter Nackenheimer verlor Alexander Frosch. Die Erfolge der Alemannen in den anderen Klassen fielen durchweg deutlich aus. „Der Gegner war zu schwach, um Honig rauszuziehen“, sagte Ahmet Cakici. „Da kann man keinen unserer Ringer hervorheben. Aber die Art und Weise, wie die Jungs ihre Siege eingefahren haben, zeigt ihre Leistungssteigerung. Einige von ihnen sind in dieser Liga unter fordert und müssen höher ringen.“ Da es voraussichtlich eine Ligenreform geben wird, stehen die Chancen auf größere Herausforderungen gut. Zwei Modelle stehen zur Debatte: Möglich wäre eine Aufstockung der Regionalliga. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Regionalliga und die Oberliga verschmolzen werden und daraus zwei Staffeln, eine in Rheinland-Pfalz, eine im Saarland, gebildet werden. Im Anschluss an die normale Saison gäbe es dann noch eine Play-off-Runde um Titel und Aufstieg. Da die Entscheidung noch nicht gefallen ist, ist es für die Nackenheimer wichtig, sich möglichst gut zu platzieren. „Wir müssen dafür sorgen, dass wir Zweiter bleiben“, sagt Cakici. „Der Kampf am Samstag bei der KSG Erbach wird schon wieder schwieriger.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Ringen