Regionalliga | Gert Adolphi | 17.09.15 Das Problem soll sich nicht von alleine lösen Der ASV Mainz 88 II muss trotz Meistertitels weiter in der Regionalliga ringen. Mit der Weigerung des Deutschen Ringerbundes, den sportlich erreichten Aufstieg zuzulassen, will sich der Verein nicht abfinden, geht derweil aber optimistisch die Aufgabe Titelverteidigung an. Mit seinen 16 Jahren ist Ercihan Albayrak (l.) immer noch einer der Jungen im Kader, stand aber schon in der Meistermannschaft des Vorjahres und hat laut Trainer Steven Krumbholz einen Sprung gemacht. | Bernd Eßling Mainz. Die Zweite Mannschaft des ASV Mainz 88 nimmt das Unternehmen Titelverteidigung am Samstag bei der RG Saarbrücken in Angriff (Beginn:19.30 Uhr). Und sollten sie ihr Ziel am Saisonende erreicht haben, würden sie diesmal auch gerne die Früchte ihrer Arbeit ernten. Nicht wie nach der vorigen Saison, als der Deutsche Ringerbund ihnen trotz gewonnener Regionalliga-Meisterschaft den Aufstieg in die Zweite Bundesliga verwehrte. „Wir haben ein Schreiben an den DRB geschickt“, sagt Steven Krumbholz, „wir haben aber noch keine Rückmeldung.“ Vielleicht hofft der Verband, das Problem könne sich im Saisonverlauf von alleine lösen. Doch der ASV-Trainer macht dem DRB da keine große Hoffnung. „Eigentlich sollten wir in der Lage sein, jeden Gegner zu schlagen“, sagt Krumbholz. „Wir sind gewillt, den Titel erneut zu holen.“ Im Kader gab es ein, zwei kleinere Veränderungen. Ivaylo Dimov und Murad Gadjimuradov haben den Verein verlassen. Dafür kamen Athleten aus dem eigenen Nachwuchs dazu, beispielsweise Ali Reza Toliat. Die jungen Ringer, die schon im Meisterteam standen, sind wieder ein Jahr älter und erfahrener geworden. Ruben Härle wird in wenigen Tagen 15 und ist auf einem guten Weg. Dem 16-jährigen Ercihan Albayrak bescheinigt der Trainer, einen Sprung gemacht zu haben. „Wir planen mit 16 Mann“, sagt Krumbholz. „Dazu kommen dann noch Leute aus der Ersten Mannschaft.“ Köllerbacher Zweite legte vor Schärfster Konkurrent der Mainzer dürfte der KSV Köllerbach II sein. Während die Mainzer noch pausiert haben, war die KSV-Zweite schon zweimal im Einsatz und gewannen beide Kämpfe souverän. „Die Köllerbacher haben einen großen Kader und können ihre Leute gut einsetzen“, sagt Krumbholz. „Das wird ein spannender Kampf.“ Doch das ist Zukunftsmusik. Zum Aufeinandertreffen der Favoriten kommt es erst am Sonntag in einer Woche. Auch die Saarbrücker gewannen ihre Auftaktbegegnung; der erste Gegner der Mainzer setzte sich bei der WKG Unteren Nahe mit 25:12 durch. „Die 57-Kilo-Klasse hatte die RG nicht besetzt, und auch der Schultersieg von Michael Nesseler gegen Marcel Eich war eine Überraschung", sagt Krumbholz. „Ansonsten waren die Ergebnisse so zu erwarten.“ Ihre erste Aufgabe geht die 88-Zweite mit großer Zuversicht an. „Wir fahren mit einer guten Mannschaft nach Saarbrücken“, sagt der Trainer. „Wir haben gut trainiert und die Jungs sind topmotiviert.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Ringen