Rainer Stauber | 24.05.2016

Hoffnung auf das Rennen ihres Lebens

Wird der große Traum doch noch wahr, oder platzt er jäh? Am Abend kämpfen die Mainzer Ruderinnen Melanie Hansen und Lea-Katlen Kühne im deutschen Frauenachter um einen von zwei noch zu vergebenden Startplätzen für die Olympischen Spiele in Rio.
Der deutsche Frauenachter greift auf dem Rotsee nach dem letzten Olympiastrohhalm.
Der deutsche Frauenachter greift auf dem Rotsee nach dem letzten Olympiastrohhalm. | MRV

Luzern. Alles oder Nichts? Wenn an diesem Dienstagabend um 18 Uhr auf dem Rotsee in Luzern der deutsche Frauenachter aufs Wasser geht, steht für die beiden Topathletinnen des Mainzer Ruder-Vereins, Lea-Katlen Kühne und Melanie Hansen, nichts Geringeres auf dem Spiel als die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Vor dem Weltcupwochenende in der Schweiz kämpft das deutsche Boot heute im alles entscheidenden Rennen um einen der beiden noch freien Startplätze für die olympische Regatta auf dem Lagoa Rodrigo de Freitas.

Nach monatelanger Vorbereitung und Schinderei unter der Leitung des verantwortlichen Bundestrainers Ralf Müller muss der deutsche Frauenachter  eine außergewöhnliche Leistung auf den Rotsee zaubern, denn bei den bisherigen Auftritten ruderte das deutsche Boot hinterher. Wie schon bei den Europameisterschaften in Brandenburg an der Havel waren die Konkurrentinnen aus Rumänien und den Niederlanden auch beim Bahnverteilungsrennen schneller als der DRV-Achter. Rumänien siegte dort vor den favorisierten Niederländerinnen, auch das australische Boot landete im Fünferfeld vor Kühne, Hansen und Co, die aber die Chinesinnen auf Platz fünf verweisen konnten. 

Um 18 Uhr heißt es daher heute, auf der Außenbahn das Rennen ihres Lebens zu fahren, damit der große Traum von Trip an den Zuckerhut doch noch auf den letzten Drücker wahr wird. „Wir werden alles geben, um uns eines der beiden Tickets zu sichern“, kündigte Melanie Hansen an. Vielleicht gelingt dem deutschen Frauenachter ja die große Überraschung. Zwei aus Fünf - jetzt gilt es. Am Mainzer Winterhafen jedenfalls werden kräftig die Daumen gedrückt.

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