Bundesliga | Gert Adolphi | 18.12.15

Entspannt ringen in Nendingen

Im letzten Endrundenkampf können die Ringer des ASV Mainz 88 beim Deutschen Meister den Jahresausklang völlig nervenkitzelfrei gestalten.
Ercihan Albayrak (l.) könnte, wie schon beim Heimkampf gegen den Deutschen Meister, auch in Nendingen zum Einsatz kommen.
Ercihan Albayrak (l.) könnte, wie schon beim Heimkampf gegen den Deutschen Meister, auch in Nendingen zum Einsatz kommen. | Eva Willwacher

Mainz. Mit den beiden Heimsiegen am vorigen Wochenende haben sich die Ringer des ASV Mainz 88 den Nervenkitzel erspart, am Samstag beim ASV Nendingen noch etwas reißen zu müssen. Wenn um 19.30 Uhr die Greco-Fliegengewichtler beider Mannschaften als Erste auf die Matte gehen, sind alle relevanten Entscheidungen schon gefallen: Die Gastgeber ziehen als Gruppensieger, die 88er als -Zweiter ins Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ein.

„Wir wissen alle, dass es rechnerisch bedeutungslos ist, ob wir gewinnen oder verlieren, egal in welcher Höhe“, sagt der Mainzer Cheftrainer Davyd Bichinashvili vor dem letzten Auftritt seiner Mannschaft im Kalenderjahr. „Es ist alles entschieden.“

Die internationalen Athleten der 88er haben sich mit ihren Erfolgen auch einen verlängerten Urlaub erarbeitet. „Ein paar sind noch da“, sagt Bichinashvili. „Aber der Großteil ist schon in den Weihnachtsferien, damit wir im Halbfinale alle fit sind.“ In den ersten Januartagen wird der Kader wieder zusammenkommen, um sich auf die Duelle in der Vorschlussrunde vorzubereiten.

Gemischte Mannschaft

Gegen den Titelverteidiger kommen am Samstag in Tuttlingen Sportler zum Einsatz, die sonst seltener in der Bundesliga zu sehen sind. „Wir fahren mit einer gemischten Mannschaft hin“, kündigt Bichinashvili an, „mit vielen jungen Leuten, aber auch mit ein paar Erfahrenen, die in dieser Saison nicht so oft gerungen haben. Trotzdem wird es eine gute Mannschaft sein, und die Zuschauer werden schöne Kämpfe sehen.“

Die Gastgeber werden es kaum anders halten, auch sie werden nicht die komplette erste Garde auf die Matte schicken. Das Ergebnis hat letztlich nur statistischen Wert. „Einen so entspannten Kampf hatten wir in der gesamten Saison noch nicht“, sagt Bichinashvili. Und eines ist klar: Einen so entspannten Kampf werden sie auch in der restlichen Saison nicht mehr haben. Ganz gleich, ob sie im neuen Jahr noch zwei- oder viermal antreten müssen.

 

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