Bundesliga | Gert Adolphi | 16.01.16 Dem stetigen Wettrüsten nicht mehr folgen Durch den kurzfristigen Rückzug der RWG Mömbris/Königshofen steht fest, dass die eingleisige Ringer-Bundesliga mit nur neun Mannschaften in ihre erste Saison gehen wird. Mainz. Nur neun Mannschaften werden in der kommenden Saison der dann eingleisigen Ringen-Bundesliga angehören. Die RWG Mömbris/Königshofen kündigte am Freitag in einer Pressemitteilung ihren Rückzug aus dem Oberhaus an. „Wir streben durch diese Maßnahme einen Neuaufbau in der hessischen Oberliga an“, heißt es da. Weiter erläutern die RWG-Verantwortlichen, sie wollten mit diesem Schritt „dem stetigen Wettrüsten der 1. Bundesliga in aller Konsequenz nicht mehr folgen“. Rückläufige Zuschauerzahlen in der jetzt zu Ende gehenden Runde sowie das zweimalig hintereinander das Halbfinale verpasst zu haben sei finanziell nicht zu kompensieren gewesen. Es sei auch nicht gelungen, neue Sponsoren zu gewinnen. „Hieraus resultierend ist der Rückzug für die Vereinsführung die einzig vernünftige und sinnvolle Entscheidung, damit der Ringsport im Kahlgrund nicht gänzlich zum Erliegen kommt“, heißt es resümierend. Meldefrist ist abgelaufen Die Meldefrist für die Bundesliga endete am Freitag um 24 Uhr. Am Mittag hatten der Luckenwalder SC und der VfK Schifferstadt als letzte Vereine ihre Lizenzunterlagen beim Deutschen Ringer-Bund eingereicht. Am Dienstagabend hatte der TuS Adelhausen alle Spekulationen beendet, die in den einschlägigen Internetforen kursierten. Es war gemutmaßt worden, die Athleten vom Dinkelberg wollten in die Schweiz abwandern. In einer öffentlichkeitswirksamen Form stellte der TuS auf Facebook ein Foto seines Schreibens an den DRB ein. Für den ASV Mainz 88 bedeutet dies, dass er nächste Saison in der Punktrunde acht Heimkämpfe bestreiten wird. Das ist einer mehr als im derzeit laufenden Wettbewerb, sieht man vom Halbfinale ab. Dafür müssen die 88er einige weitere Auswärtsfahrten bestreiten, so nach Nendingen, Adelhausen und Aalen. Mit den Mömbrisern fällt einer der nächstgelegenen Nachbarn weg. Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Ringen