Pokalwettbewerbe | Guido Steinacker | 09.09.14

Wer darf gegen den SVG ran?

Ein Nachholspiel der vierten Runde im Fußball-Verbandspokal bringt am Dienstagabend auf dem Bodenheimer Guckenberg zwei Mannschaften zusammen, die in den vergangenen Wochen von sich reden machten. Die Stabiliät in Liga und Verein dürfte den Wunsch nach einem Fünftrundenspiel gegen Oberligist SV Gonsenheim übersteigen.
Wer weiß schon, ob Hätschelei oder ein Tritt in den Hintern beim VfB Bodenheim (v.l. Tevin Claude, Roberto Todaro) das beste Mittel sind, um die Einsatzbereitschaft konstanter abzurufen? Gegen Verbandsligist Alemannia Waldalgesheim hat der VfB am Dienstagabend die Gelegenheit, sich mal wieder von der besseren Seite zu zeigen. Dass die Partie auf dem Guckenberg stattfindet, lässt die Chance dazu steigen.
Wer weiß schon, ob Hätschelei oder ein Tritt in den Hintern beim VfB Bodenheim (v.l. Tevin Claude, Roberto Todaro) das beste Mittel sind, um die Einsatzbereitschaft konstanter abzurufen? Gegen Verbandsligist Alemannia Waldalgesheim hat der VfB am Dienstagabend die Gelegenheit, sich mal wieder von der besseren Seite zu zeigen. Dass die Partie auf dem Guckenberg stattfindet, lässt die Chance dazu steigen. | Guido Steinacker

Bodenheim. Sieben der 16 Fünftrundenpartien im Verbandspokal sind bereits absolviert, da müssen zwei Mannschaften erst noch etwas dafür tun, überhaupt in diese fünfte Runde einzuziehen. Längst ist geklärt, dass Oberligist SV Gonsenheim vermutlich kommende Woche Gast von Landesligist VfB Bodenheim oder Verbandsligist SV Alemannia Waldalgesheim sein wird. Nur, wer von diesen beiden sich eine weitere Englische Woche einhandelt, wird zwischen den Vereinen am heutigen Dienstagabend (19.30 Uhr) noch zu entscheiden sein.

Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in den vergangenen Wochen in eine Krise rutschten. Die Waldalgesheimer mehr auf der Vereinsebene, die Bodenheimer durch sportliche Aussetzer, in unschöner Regelmäßigkeit bei allen drei Auswärtspartien der bisherigen Sasion mit fünf Gegentreffern heimgefahren. Am Montagabend war erste und einzige Gelegenheit für Trainer Jockel Weinz, mit seiner Mannschaft über den dritten Fehlauftritt dieser Saison zu sprechen. Das muss angeichts der offensichtlichen internen Probleme im Vordergrund stehen vor dem Pokalspiel.

Wie reagiert das Umfeld?

Drei Tage lagen dank des Freitagstermins zwischen der 3:5-Niederlage bei Südwest Ludwigshafen und der Aussprache der Mannschaft am Montagabend. Genügend Abstand, um ganz sachlich über den wiederholten Katastrophenauftritt auf fremdem Platz zu diskutieren. Über einzelne Statements in der Sitzung berichtet Trainer Jockel Weinz natürlich nicht, „das soll intern bleiben, aber viele Spieler habe ihre Meinung gesagt, ein paar Missverständnisse konnten ausgeräumt werden“, sagt er. Allerdings bleibt der enorme Leistungsunterschied zwischen den Spielen auf eigenem und jenen auf fremdem Platz offenbar allen ein Rätsel. „Viele sind der Meinung, dass das nicht alles erklärbar ist, denn viele Abläufe in den Spielen sind durchaus gut.“

Eine interessante Frage – gerade im Hinblick auf die Ereignisse beim Pokalgegner SVA, der sich als Resultat der internen Querelen vom Sportlichen Leiter trennte – ist für Weinz, „wie das Umfeld in Bodenheim reagiert“. Da sei das Ergebnis des heutigen Pokalspiels vergleichsweise „nicht so wichtig“. Gleichwohl hilft den Bodenheimer in der jetzigen Situation natürlich jedes Erfolgserlebnis um zumindest Ruhe im Verein zu wahren – auch wenn das manche zu klärende Frage offen lässt. Denn schon am Freitagabend steht das nächste Punktspiel, beim Tabellendritten VfR Grünstadt, an.

 

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