A-Klasse | Oliver Gehrig | 19.09.14 Dem Fehlstart soll der Neuanfang folgen Der einstige Aufstiegsfavorit SKC Barbaros Mainz tritt im Kellerduell des achten Spieltags bei der punktgleichen Alemannia Laubenheim an. Trainer Özdem Güclü (l.) konnte es kaum fassen: Fünfmal landeten die Schüsse des SKC Barbaros vorige Woche am Aluminium. | Eva Willwacher Laubenheim. Vor der Saison hätte wohl niemand geglaubt, dass die Partie zwischen Alemannia Laubenheim und dem SKC Barbaros Mainz am achten Spieltag der A-Klasse unter die Kategorie „Kellerduell“ fallen würde. Die mit sieben starken Neuzugängen verstärkten Türken galten als großer Aufstiegsfavorit, legten aber mit nur einem Sieg aus sieben Spielen einen unfassbaren Fehlstart hin und zieren nun gemeinsam mit den Laubenheimern und drei weiteren Mannschaften, die ebenfalls nur vier Punkte auf dem Konto haben, das Tabellenende. Am Sonntag stehen also sowohl die Alemannia als auch Barbaros unter Zugzwang und müssen punkten, um den Anschluss ans Mittelfeld zu finden (Anstoß: 15 Uhr). „Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um nach dem nicht berauschenden Saisonauftakt aus dem moralischen Tief herauszukommen“, sagt der Laubenheimer Spielertrainer Toni Wenzel. „Die Jungs sind topmotiviert, das Ding herumzureißen.“ Taktisch soll sein Team kompakter stehen und besser im Kollektiv verschieben. Ob die Alemannia erneut im 4-2-3-1-System spielt, ließ der Coach noch offen. Zuversichtlich stimmt ihn, dass diese Woche wieder 24 bis 28 Akteure im Training waren. Um den Teamgeist sei es in Laubenheim bestens bestellt. Zuletzt fünf Aluminiumtreffer Für den rotgesperrten Torjäger Martin Schwarz wird wohl erneut Rückkehrer Steffen Mühlmann in der Spitze spielen. Der pfeilschnelle Stürmer war bei seinem ersten Einsatz in Nierstein prompt unter den Torschützen. Mittelfeldregisseur Niklas Becker steht erstmals seit seiner Kreuzbandoperation wieder im Kader, wird aber wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen. „Er wird seine Chance bekommen“, versichert Wenzel. Auch Offensivmann Tilmann Seger ist wieder dabei, sodass neben Schwarz wohl nur Boris Neff nach seinem Bandscheibenvorfall fehlen wird. Angeschlagen sind Kai Müller (Schmerzen im Fußgelenk) und Spielertrainer Wenzel selbst (Knieprobleme). Der SKC Barbaros ruft nach dem unglücklichen 1:2 gegen den TSV Wackernheim mit fünf Aluminiumtreffern einen Neuanfang aus. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie nach vorne schauen sollen“, sagte Spielertrainer Özdem Güclü, der verletzungsbedingt noch zwei Wochen pausieren muss. „Wir haben gegen Wackernheim super gespielt, wir müssen genauso weitermachen.“ Mit dem Unterschied, dass der Ball diesmal möglichst nicht an die Latte, sondern ins Tor springen soll. Die Türken wollen auch in Laubenheim offensiv spielen und mit zwei oder drei Stürmern antreten. Güclü: „Ich bin ein Verfechter des Offensivfußballs, trotzdem müssen wir auch mit elf Spielern verteidigen.“ Am Sonntag fehlt Urlauber Adem Yilmaz; der Rechtsverteidiger wird durch Furkan Tabak ersetzt. Neben Güclü stehen auch Tugay Genc, Ferdi Özaltun, Hakan Tunca und voraussichtlich Sedat Cicek nicht zur Verfügung. Dafür wirkt Torjäger Gökhan Demirci (fünf Saisontore) nach seiner Pause wieder mit. Dann könnte es diesmal auch mit dem Toreschießen funktionieren. Güclü: „Die Mannschaft hat super trainiert, ich bin guter Dinge.“ Alle Artikel von Fußball (Amateure)