Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 27.08.2020

Vieles ist Kopfsache

Mit dem 14:7 beim TC Boehringer Ingelheim verschafft sich Tennis-Verbandsligist TSC Mainz 2 für den letzten Spieltag ein echtes Spitzenspiel.
Setzte sich gegen seinen Trainingspartner aus jungen Jahren durch: Felix Tripp.
Setzte sich gegen seinen Trainingspartner aus jungen Jahren durch: Felix Tripp. | Archiv/Eisenhuth

Ingelheim. Drei Spieltage hatte Felix Tripp dem TSC Mainz 2 gefehlt – jetzt gab er nach der Sommerpause ein erfolgreiches Comeback. Im Verbandsligaspiel beim TC Boehringer Ingelheim setzte er sich im Matchtiebreak mit 10:5 gegen Sebastian Simon durch.

„Seit Corona hatte ich fünfmal auf dem Platz gestanden“, erzählte der frühere TSC-Kapitän. „Von Spielpraxis konnte man nicht sprechen, entsprechend wild ging es zu.“ Spaß hatten aber sowohl er als auch sein Kontrahent. „Mit ihm hatte ich schon als Zwölfjähriger trainiert, und als wir morgens feststellten, dass wir an Position zwei aufeinandertreffen, war das schon eine witzige Situation.“

Tripp kam entgegen, dass der in jungen Jahren auch international spielende Simon den Tennissport auch nur noch als Hobby betreibt. Und bei aller ihm selbst fehlenden Übung „kann ich doch nicht behaupten, dass ich unfassbar viel schlechter gespielt hätte als sonst. Vieles ist halt Kopfsache“.

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Lob für Vest

Außer ihm gewannen auch Leonard Stolz, Moritz Huber und Paul Vest ihre Matches, wobei Tripp einräumte, dass die Ingelheimer an den beiden hinteren Positionen keine gleichwertigen Gegner aufgeboten hatten. „Ich freue mich für jedes Spiel, das Moritz und Paul gewinnen, aber in dem Fall mussten sie es auch“, sagte er und lobte den Youngster im Team, der zwei Tage zuvor noch die in der Qualifikation der Mainz Open hatte spielen dürfen: „Paul hat sich im Vergleich zu vorigen Saison stark verbessert, ich wüsste nicht, ob ich gegen ihn noch als Sieger vom Platz ginge.“

Auch ohne Christian Süpke und Morten Pohl konnten die Mainzer sich nach den Einzeln – Jerome Rup und Roland Juli hatten ihre Duelle im Matchtiebreak abgegeben – ihres dritten Saisonsiegs relativ sicher sein; alle drei Doppel zu verlieren, war im Prinzip ausgeschlossen. Tatsächlich setzten sich sowohl Rup/Huber als auch Stolz/Vest durch, machten damit den 14:7-Erfolg klar und versetzten das Team damit zumindest in die theoretische Lage, am Sonntag ab 10 Uhr auf eigener Anlage dem TC Oberwerth Koblenz/Höhr-Grenzhausen noch die Meisterschaft zu entreißen. Dann wieder mit Süpke an Position eins.

 

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