Rainer Stauber | 12.08.2016

Versöhnlicher Abschluss

Achtungserfolg zum Abschluss eines komplizierten Olympia-Debüts: Die Mainzer Ruderer Moritz Moos und Jason Osborne reisen als Neuntplazierte von den Spielen in Rio zurück in die Heimat. Dort gibt es nach dem Urlaub viel aufzuarbeiten.
Jason Osborne (l.) und Moritz Moos beendeten ihr Olympiadebüt auf dem neunten Rang. Ob und wie es mit den beiden weitergeht, ist offen.
Jason Osborne (l.) und Moritz Moos beendeten ihr Olympiadebüt auf dem neunten Rang. Ob und wie es mit den beiden weitergeht, ist offen. | ZDF

Rio de Janeiro. Nebelschwaden überzogen die Lagune Rodrigo de Freitas am Fuße der Christus-Statue mit einem trüben Kleid, als der Startschuss zum B-Finale im leichten Doppelzweier fiel. Mit dabei: Moritz Moos und Jason Osborne vom Mainzer Ruder-Verein. Den beiden 22-Jährigen gelang ein würdiger Abschluss ihrer Premiere bei Oympischen Spielen in Rio de Janeiro. Ein bisschen Balsam für die geschundene Seele quasi. In einem erneut hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld wurde das MRV-Boot hinter den famos fahrenden Briten und den Italienern Dritter und belegen damit insgesamt den neunten Platz.

Sicherlich, Moos/Osborne hatten sich mehr erhofft als die Teilnahme an diesem B-Finale. Doch man muss auch einräumen, dass die Konkurrenz vielleicht noch eine Nummer zu groß war. Zumindest in dieser Saison, in der das Mainzer Boot eine fortwährende Achterbahnfahrt hingelegt hat. Dass dies an den Nerven zerrte, blieb den Betrachtern nicht verborgen (siehe: Das Boot ist kaputt). Und dennoch: Mit ein wenig Abstand dürfen die jungen Mainzer auch ein wenig stolz sein, denn die Olympia-Erfahrungen kann ihnen niemand mehr nehmen. Wobei auch klar ist, dass nach der Rückkehr in die Heimat alles erst einmal verarbeitet sein will. Ein bisschen Urlaub, Distanz und Abschalten tut da sicherlich gut. 

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