Regionalliga | Peter H. Eisenhuth | 16.03.26 Ein Comeback und drei Punkte Beim 2:0 (0:0) der U23 des FSV Mainz 05 gegen Bayern Alzenau steht Innenverteidiger Maxim Dal nach einem Jahr wieder auf dem Platz. Yunus Malli holte den Strafstoß heraus, den er zum 1:0 verwandelte. | Archiv/Eßling Mainz. Zwei bemerkenswerteste Ereignisse trugen sich innerhalb der ersten 76 Minuten zu: Maximilian Kinzig verhinderte mit einer glänzenden Reaktion einen Rückstand der U23 des FSV Mainz 05 gegen Bayern Alzenau, indem er einen Schuss des gerade erst eingewechselten Jihad Boutakhrit aus kurzer Distanz abwehrte (71.). Fünf Minuten zuvor hatte Benjamin Hoffmann im Zuge eines Dreifachwechsels Maxim Dal aufs Feld geschickt. Den Innenverteidiger aus dem Profikader, der sein bislang letztes Spiel am 1. März vorigen Jahres bestritten hatte (mit der U23 in Gießen) und seither wegen eines im Training erlittenen Kreuzbandrisses aussetzen musste. Am Sonntag also machte der 20-Jährige, der 2015 von den Stuttgarter Kickers an den Bruchweg gewechselt war, seine ersten Schritte zurück in den Spielbetrieb – und trug damit zum 2:0 seines Regionalligateams bei, der in der Schlussviertelstunde zustande kam. Dem Ballbesitz gefrönt Dals Einwechslung bot mehr Gesprächsstoff als die gesamte erste Halbzeit des Tabellenvierten gegen den -vierzehnten. „Ich fand uns vor der Pause nicht griffig, wir waren gar nicht präsent“, monierte Hoffmann. Widerspruch wäre unangebracht gewesen nach zähen, behäbigen, höhepunktfreien 45 Minuten. Dabei hätte seine Mannschaft von Beginn an nach Herzenslust schalten und walten können. „Der Gegner hat uns ja in Ruhe gelassen und ist nicht auf den Mann gegangen“, sagte der Trainer. „Aber wir haben das nicht in einen Vorteil umgemünzt.“ Stattdessen frönten die Mainzer dem eigenen Ballbesitz samt langsamem Spielaufbau. Die wenigen Aktionen nach vorne hatten nichts Zwingendes. „Nach 20 Minuten haben die Alzenauer gemerkt, dass vielleicht etwas möglich ist“ – mehr als die Chance in der 71. Minute und eine weitere zehn Minuten später durch Ahmet Ayguel machten sie aus dieser Erkenntnis allerdings nicht. Gabriel bereitet vor und trifft Zur zweiten Halbzeit nahm Hoffmann eine taktische Veränderung vor und ließ im Mittelfeld Yunus Malli und Tebo Gabriel die Positionen tauschen. „Wir wollten vor allem den ballfernen Raum finden. Das heißt, wenn wir auf der linken Seite auslösen, sollte Tim Müller halbrechts Yunus sehen.“ Der Positionswechsel zahlte sich aus. Und das bei beiden Treffern. Vor dem 1:0 steckte Gabriel für Malli durch, der Ex-Profi wurde im Strafraum gefoult und verwandelte den Elfmeter selbst. Der eingewechselte Julian Derstroff scheiterte zwei Minuten später aus der Distanz am Pfosten. Und in der 90. Minute erzielte Gabriel nach einem langen Schlag von Keeper Kinzig das 2:0, sein erstes Regionalligator. „Tebo hat sich für eine gute Leistung belohnt“, sagte Hoffmann. Alle Artikel von Fußball (Amateure)