Bundesliga | Gert Adolphi | 06.05.26 „Unverzichtbarer Baustein“ Burhan Akbudak wird in der nächsten Saison wieder für den ASV Mainz 88 ringen – und das wahrscheinlich häufiger als früher. Burhan Akbudak (r.) wird für die 88er noch wertvoller. | Eva Willwacher Mainz. Für die Fans des ASV Mainz 88 gibt es in der im September beginnenden Bundesligasaison ein Wiedersehen mit Burhan Akbudak. Die vorige Runde verpasste der türkische Greco-Spezialist wegen einer Verletzung. Zunächst hieß es, für die Play-offs werde er vielleicht wieder zur Verfügung stehen, doch diese erreichte die Mannschaft nicht. Akbudak ist so etwas wie ein Juwel im Mainzer Kader. 2017 und 2022 wurde er Weltmeister, dreimal WM-Zweiter (2015, 2016, 2021), vor drei Jahren war er Europameister, und 2024 nahm er an den Olympischen Spielen in Paris teil. Wie es aber mit solchem Geschmeide ist: Man zeigt es nicht ständig. In Akbudaks Fall lag das vor allem an den sieben Ringerpunkten, die seine Aufstellung kostete, da er schon Weltmeister war, als er 2019 zum ASV stieß. Setzten die 88er ihn ein, mussten sie auf anderen Positionen Punkte einsparen, erst recht, als das Limit nicht mehr für alle Vereine gleich war und die Mainzer zu denen mit der niedrigsten Obergrenze gehörten. Weil die Punkteregelung jetzt wegfällt, wird Akbudak noch wertvoller für den ASV. Fester Anker im Team International trat der 31-Jährige im 82-Kilo-Limit an, in der Bundesliga kam er überwiegend im Mittelgewicht (86 Kilo) zum Einsatz, für das er auch in der nächsten Saison vorgesehen ist. 2023/24 ging Akbudak auch dreimal in der 80-Kilo-Klasse auf die Matte und gewann zweimal vorzeitig. „Burhan ist für uns ein unverzichtbarer Baustein“, schreibt der ASV auf seiner Homepage, „einer auf den man sich verlassen kann, wenn es darauf ankommt.“ Akbudak sei ein fester Anker im Team. In einer Botschaft an den Klub schreibt der Athlet: „Es ist eine große Ehre für mich, für diesen Verein zu schwitzen und eine solche Familie wie euch zu haben. Gemeinsam werden wir weiterhin für das Gute zusammenstehen und kämpfen.“ Mit Akbudaks Zusage nimmt das Mainzer Aufgebot weiter Gestalt an, fünf der acht möglichen Lizenzen für Ausländer haben die 88er vergeben. Zuvor hatten schon Mustafa Sahin, Giorgi Meshvildishvili und Timur Bizhoev ihre Verträge verlängert, im Polen Yassine ben Labed kommt ein Zugang dazu. Alle Artikel von Ringen