Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 03.12.15 Tiefschlag verdaut Oberligist SV Gonsenheim tritt am Freitagabend (19.30 Uhr) guten Mutes zum letzten Spiel des Jahres beim SV Mehring an. Die Mannschaft sei gefestigt, sagt Babak Keyhanfar. Seinen eigenen Einsatz in Mehring stellt der stürmende Kotrainer allerdings infrage. | Eva Willwacher Gonsenheim. Wenn Babak Keyhanfars unter der Woche gewonnene Eindrücke nicht täuschen, hat Fußball-Oberligist SV Gonsenheim die jüngste Heimniederlage verdaut. „Da bleibt nichts hängen“, sagt der Kotrainer. Chefcoach Jörg Jansohn hatte am Sonntagabend, unmittelbar nach dem 2:3 gegen den FC Karbach, noch befürchtet, dieses Spiel werde sich in den Köpfen seiner Akteure festsetzen. Zur Erinnerung: Gegen den Tabellendritten waren die Gonsenheimer in der 86. Minute mit 2:1 in Führung gegangen, hatten vier Minuten später den Ausgleich und in der Naschspielzeit das dritte Gegentor kassiert. Das 2:2 nahm Keyhanfar auf seine Kappe, weil er einen Freistoß, statt den Ball in den eigenen Reihen zu halten, offensiv ausgeführt und damit einen Konter eingeleitet hatte. Gut in Schuss „Wir waren in dieser Woche zweimal nach dem Training mit der gesamten Mannschaft essen“, erzählt Keyhanfar. „Und wir haben schon am Dienstag nach relativ kurzer Zeit gemerkt, dass wir mit der Erkenntnis, 86 Minuten lang die bessere Mannschaft gewesen zu sein, letztlich leben können. Wir hatten einen Topgegner knapp vor der Niederlage, wir haben gezeigt, wie gut wir in Schuss sind, und wir wissen, dass wir mit solchen Leistungen andere Spiele gewinnen werden.“ Viele der Gonsenheimer Akteure seien derzeit in einer Form wie lange nicht mehr, das stimme für das letzte Spiel des Jahres zuversichtlich. Am Freitagabend tritt der SVG beim SV Mehring an, der am vorigen Wochenende mit einem 3:1 gegen die SpVgg Burgbrohl die Abstiegsplätze verlassen hat und nur noch zwei Punkte hinter den Gonsenheimern liegen. Der vierte Punkt ist noch möglich Dennoch sei der Druck aufs eigene Team nicht gestiegen, sagt Keyhanfar. „Natürlich guckt man immer auf die hinteren Plätze, aber wir hatten uns vor den letzten drei Spielen als Ziel vier Punkte gesetzt. Dieses Ziel können wir mit einem Unentschieden erreichen. Und wir werden alles tun, um uns mit einem positiven Erlebnis in die Pause zu verabschieden. Das sollte uns mit der Einstellung vom letzten Sonntag gelingen.“ Jannik Kern fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus. Ob Keyhanfar selbst dessen Platz im Angriff einnehmen wird, lässt er offen. „Keine Ahnung“, sagt der Kotrainer, „mein Selbstbewusstsein ist nach der Aktion vom letzten Sonntag nicht gestiegen. Ich werde das erst mal mit Jörg besprechen.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)