Landesliga | Guido Steinacker | 02.11.15

Das ununterbrochene Spiel

Die Fehlinterpretation einer vermeintlichen Abseitsszene durch Torwart Kevin Widera kostete Landesligist TSG Hechtsheim einen verdienten Punktgewinn beim Tabellenzweiten SV Rülzheim.

Rülzheim. Dass die TSG Hechtsheim in einem Fußballspiel ohne eigenen Treffer bleibt, kommt nicht gerade häufig vor. In der zu Ende gehenden Hinrunde war dieses 0:1 (0:0) des Landesligisten beim Tabellenzweiten SV Rülzheim erst die zweite Partie nach der Auftaktpleite von Anfang August bei der SVW Mainz (0:4), in der es nicht mindestens einmal klappte mit dem Toreschießen.

Das Problem der TSG: Auch, dass dem Gegner ein Treffer verwehrt bleibt, passiert den Hechtsheimern eher selten, bisher ebenfalls erst zwei Mal. Doch beim entscheidenden Tor in Rülzheim, in „einem 0:0-Spiel“, wie es TSG-Trainer Tobias Rieger sah, war die Niederlage weniger einer Aktion der Pfälzer als einer Schusseligkeit von Kevin Widera zuzuschreiben.

Istanbulla erkennt die Situation als Erster

Der sah nach einem per Kopf verlängerten langen Ball in Richtung seines Tores den Assistenten an der Linie „Abseits“ winken und hielt das Spiel damit für unterbrochen. Merke jedoch: Unterbrochen ist dann, wenn der Schiedsrichter pfeift. SVR-Offensivmann und Schlaufuchs Gökhan Istanbulla registrierte als Erster, auf welchem Irrweg der Hechtsheimer Keeper sich befand, holte sich den Ball und schoss ihn ins Tor (0:1, 70.).

„Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl pfeift der Schiedsrichter dann eben doch das Abseits ab, wenn er sieht, dass daraus so etwas entsteht“, fand Rieger. Die Anzahl Torchancen, die die Gastgeber sich gegen eine starke Hechtsheimer Abwehr erspielten, war zu vernachlässigen. „Von den Rülzheimern musste man enttäuscht sein, sie haben als Zweiter nur mit langen Bällen gerarbeitet“, berichtete Rieger.

Einige Chancen verzeichnete die TSG in der zweiten Halbzeit, vor genauso wie nach dem Gegentor. Mit seinen Spielern war Rieger letztlich zufrieden, schon weil sie erneut ein Spiel auf einem ungewohnten Naturrasenfeld gut bewältigt hatten. „Enttäuscht bin ich daher über unser Spiel gar nicht", betont Rieger. Wenn auch das Resultat nicht ganz stimmte.

TSG Hechtsheim: Widera - Jennerke, Dragun, Bergmann, Erdogan - Frey, Mader (75. Strohmeier), Idzan, Borowski - Akinci, Dzaka.

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