Bezirksliga | Gert Adolphi | 06.12.15 Schott-Zweite verliert drei Punkte Regelverstoß: Der 5:0-Sieg des Nicht-mehr-Bezirksliga-Tabellenführers beim SV Klein-Winternheim wird in eine 0:2-Niederlage umgewandelt. Mainz. Wer an den Nikolaus glaubt, muss auch Knecht Ruprecht in Kauf nehmen: Das wissen jetzt auch die Fußballer des TSV Schott Mainz. Dessen Zweite Mannschaft war nach dem letzten Spieltag des Jahres der Meinung, als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen – doch nachträglich wurde der Werkself ihr 5:0-Sieg beim SV Klein-Winternheim aberkannt und in eine 0:2-Niederlage umgewandelt. Der Grund: Trainer Patrick Bieger hatte vier Spieler eingesetzt, die eine Woche zuvor im Oberligateam mitgewirkt hatten: Patrick Huth, Edis Sinanovic, Serdal Günes und Igor Heizmann. Das ist zwar grundsätzlich erlaubt, aber nur wenn zwischen dem Einsatz im höherklassigen und dem Einsatz im unterklassigen Team ein Pflichtspiel der übergeordneten Mannschaft liegen muss, in dem die betroffenen Akteure nicht auflaufen. Hätte also die Erste Mannschaft des TSV Schott am Tag vor der Bezirksliga-Begegnung ohne das Quartett gespielt, hätte kein Regelverstoß vorgelegen. Aber: Die Oberliga hatte spielfrei – und der zeitliche Abstand ist irrelevant. Rump beschwert sich nicht Den Klein-Winternheimern war der Fauxpas des Gegners erst nachträglich aufgefallen. Allerdings war der Verband auf den Fehler aufmerksam geworden und hatte von sich aus entsprechende Schritte eingeleitet. Beide Vereine wurden zu einer Stellungnahme aufgefordert, der TSV Schott räumte den Regelverstoß ein. Daraufhin fällte die Spruchkammer ihr Urteil. „Das war von Schott sicherlich gut gemeint“, sagt der Klein-Winternheimer Trainer Boris Rump. „Der Verein wollte, dass seine jungen Spieler im Rhythmus bleiben. Und wir haben das Spiel so genommen, wie es war, wir haben uns nicht beschwert. Wir beschweren uns jetzt aber auch nicht über die drei Punkte.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)