Bundesliga | gert adolphi | 06.11.16 Revanche geglückt Warum Olegk Motsalin sich beim Sieg der 88er gegen den KSV Köllerbach mehr in Zeug legte als nötig war. Mombach. Eigentlich hätte Olegk Motsalin sich nicht mehr groß ins Zeug legen müssen. Als er zum letzten Kampf der Bundesliga-Begegnung gegen den KSV Köllerbach auf die Matte ging, stand der Sieg des ASV Mainz 88 bereits fest. In den neun vorangegangenen Duellen hatten die Mainzer Ringer eine 16:11-Führung herausgearbeitet selbst eine Schulterniederlage Motsalins hätte den Erfolg nicht mehr gefährdet. Doch da gab es noch etwas geradezurücken. Der Mainzer Freistil-Weltergewichtler hatte in Köllerbach eine 0:3-Punktniederlage gegen Andrij Shyyka eingesteckt, und er wusste noch genau das Punktergebnis seiner Hinrundenbegegnung. „2:10 hatte ich verloren“, sagte der 30-Jährige. „Deshalb war ich sehr motiviert. Dieser Kampf war für mich unheimlich wichtig.“ Nach acht Sekunden schob der 88er seinen Kontrahenten zum ersten Mal aus der Kampfzone, nach 19 Sekunden zum zweiten Mal. „Ich habe von Beginn an sehr aggressiv gerungen“, sagte Motsalin. „So hatte es Shyyka beim ersten Mal gemacht.“ Der Köllerbacher war sichtlich beeindruckt von der Performance, kam lange zu keiner eigenen Aktion und konnte bei Motsalins Beinangriffen, nur durch Mattenflucht höhere Wertungen für den Mainzer vermeiden. Erst als Motsalin 4:0 führte, gelang dem Köllerbacher ein Takedown zum 4:2. Doch der 88er marschierte weiter und erhöhte noch vor dem Pausengong auf 5:2. Dass Shyyka in der zweiten Runde auf 4:5 verkürzte, sorgte für etwas Spannung, aber Motsalin brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Die Revanche war geglückt. Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Ringen