Peter H. Eisenhuth | 20.08.2021

Raus mit Applaus

Die Qualifikantinnen und Qualifikanten des TSC Mainz verpassen bei den SiNN Mainz Open trotz guter Leistungen die erste Hauptrunde.
Kam von den Mainzer Qualifikanten dem Hauptfeld am nächsten: Tami Lipp bot gegen Carolin Krauß eine starke Leistung.
Kam von den Mainzer Qualifikanten dem Hauptfeld am nächsten: Tami Lipp bot gegen Carolin Krauß eine starke Leistung. | Peter H. Eisenhuth
Schlug sich ebenfalls sehr achtbar: Aylin Poppe.
Schlug sich ebenfalls sehr achtbar: Aylin Poppe. | Peter H. Eisenhuth

Mainz. Bei den sechsten SiNN Mainz Open hat am Freitagvormittag keiner der in der Qualifikation angetretenen heimischen Akteure das Hauptfeld erreicht. Trotz guter bis sehr guter Leistungen mussten Jerome Rup, Aylin Poppe und Tami Lipp sich ihren höher eingestuften Konkurrenten und Konkurrentinnen beugen.

Der ersten Runde am nächsten kam Tami Lipp im Match gegen Carolin Krauß. Zwar gab die Nachwuchsspielerin des TSC Mainz den ersten Satz mit 0:6 gab, danach aber erkämpfte sie sich mit 6:4 den Matchtiebreak. „Ich habe eine Zeitlang gebraucht, um ins Spiel zu finden“, sagte sie hinterher, „anfangs ging mir das alles zu schnell.“

Im zweiten Durchgang jedoch bestimmte sie selbst über weite Strecken das Tempo, schlug stark auf und griff mit ihrer Vorhand aggressiv an und gewann die Oberhand. Das brachte ihr nach dem Match nicht nur Lob aus dem eigenen Umfeld, sondern auch von Kai Heinecke, unter anderem Cheftrainer der Hochheimer Tennisakademie, ein: „Für das, was du trainierst, was das ganz toll.“ Drei bis vier Einheiten wöchentlich sind es, „aber ich werde künftig vielleicht etwas mehr machen.“

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Nur die Leistungsklasse gesehen

Mit ihrer Gegnerin habe sie sich vorab nicht näher beschäftigt, sagte Lipp. „Ich wollte mir keinen Druck machen.“ Lediglich nach deren Leistungsklasse habe sie geschaut: 1,5. Das genügte, um zu wissen, dass es schwer werden würde; die Mainzerin ist bei 12,5 eingestuft.

Im Matchtiebreak schließlich gaben Kleinigkeiten den Ausschlag. Ein schwerer Arm nach einer langen Rallye, der zu einem Schlag ins Netz führte, aber auch ein ins Grundlinienaus gedroschener Return. „So einer darf im Matchtiebreak nicht passieren“, kommentierte TSC-Chefcoach Babak Momeni diesen Fehler, „schon gar nicht, wenn die Gegnerin keinen Monsteraufschlag macht. Aber ansonsten hat Tami wirklich eine super Leistung gezeigt.“

Langsamen Platz gewässert

Aylin Poppe scheiterte mit 1:6, 3:6 an Stella Beldiman (TTC Brauweiler), immerhin die Nummer 410 der deutschen Rangliste. Nach 1:6 im ersten Satz hätte auch Poppe den dritten Durchgang erreichen können, bis zum 3:4 verlief der zweite Satz ausgeglichen. Dann verlor die Mainzerin ihr Aufschlagsspiel, danach machte Beldiman den Sack zu.

Viel zu deutlich fiel Jerome Rups Niederlage gegen den Bad Neuenahrer Alexander Leeser aus. Das 1:6, 3:6 „spiegelt die Leistung nicht wider“, sagte Babak Momeni. „Es war ein sehr ausgeglichenes Match.“ Gegen die mit ihrem Vorhandslice fast alle Bälle zurückbringende DTB-Nummer 626 hatte Rup Pech, den vermutlich langsamsten aller Plätze am Ebersheimer Weg zugeteilt zu bekommen – und, wie ein Beobachter anmerket: „Er hätte ihn nicht auch noch wässern müssen.“

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