Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 09.07.26

Nicht das nötige Potenzial

„Der Zug ist abgefahren“: Nach Niederlagen gegen den TuS Neunkirchen und den TC Gensingen ist am direkten Wiederabstieg des TSC Mainz aus der Oberliga nicht mehr zu rütteln.
Mats Weber holte bei der Niederlage gegen den TuS Neunkirchen einen der beiden Punkte für den TSC.
Mats Weber holte bei der Niederlage gegen den TuS Neunkirchen einen der beiden Punkte für den TSC. | Archiv/Eßling

Mainz. Die Geschichte wiederholt sich Spieltag für Spieltag: Egal, auf welche Gegner sie treffen, gehen die Tennisspieler des TSC Mainz in der Oberliga als Verlierer von der Anlage. Gegen den TuS Neunkirchen (2:7) und den TC Gensingen (1:8, alle drei Doppel kampflos an die Gäste) war mit einer Änderung nicht zu rechnen, zumal in Oscar Mesquida Berg nur ein Spanier zur Verfügung stand. Sein Landsmann Guillem Campus Perez, die Nummer eins, fehlte verletzungsbedingt.

Mesquida und Mats Weber gegen Marc Siddharta Kleber beziehungsweise Oliver Valentinsson punkteten für den TSC in der ersten Begegnung des vorletzten Doppelspieltags. Kanida Sabokrouh war ihr einziger Kollege, der gegen die mit drei Ausländern angetretenen Saarländer für ein Unentschieden nach den Einzeln hätte sorgen können, unterlag aber Noah Müller mit 3:10 im Matchtiebreak.

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Tags darauf fiel wegen Schmerzen im Arm auch noch Levy Müller aus. Von vier Zweisatzniederlagen geriet nur die von Paul Vest gegen Jonah Schmidt mit 5:7 im zweiten Durchgang halbwegs knapp. Mesquida Berg unterlag Kaspar Mathes im Spitzenspiel erst im Matchtiebreak (9:11). Und Arda Sabokrouh war diesmal derjenige, der gegen den Strom schwamm: Er bezwang seinen früheren Mannschaftskameraden Laurenz Kersting mit zweimal 6:2.

„Der Zug ist abgefahren“, sagt TSC-Trainer Babak Momeni. Um eine Chance auf den Klassenverbleib zu haben, hätte die Mannschaft das Duell mit dem TC Mutterstadt für sich entscheiden müssen – „aber das haben wir verzockt, Levy hatte sich krank abgemeldet und Mats war in Luxemburg im Einsatz. Ein Sieg hätte uns vielleicht noch die Möglichkeit eröffnet, dem Abstieg zu entgehen“.

Zum Abschluss ohne externe Kräfte

Letztlich müssen die Akteure vom Ebersheimer Weg allerdings einsehen, dass sie momentan nicht über das nötige Potenzial verfügen, in der Oberliga zu bestehen. „Mit einem Ausländer vorne können wir vielleicht in der Verbandsliga Meister werden“, resümiert Momeni. „Aber zwei ausländische Spieler reichen nicht, um die Oberliga zu halten.“

In den beiden noch ausstehenden Begegnungen am Samstag beim TC Rotenbühl und am Sonntag (10 Uhr) am Ebersheimer Weg gegen den TSV Schott werde das Team auf externe Kräfte verzichten. „Wir wollen nicht sinnlos Geld ausgeben, sondern versuchen, uns auch so einigermaßen ordentlich aus der Liga zu verabschieden.“

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