Landesliga | Guido Steinacker | 10.08.15

Nicht durchgedrungen

Landesliga-Neuling TSG Bretzenheim 46 hat sein erstes Auswärtsspiel beim FC Speyer mit 0:2 (0:2) verloren. Einige gute Ansätze nutzten gegen die erfahrenen Pfälzer letztlich nichts. Die TSG Hechtsheim hingegen vermochte auf dem eigenen Platz gegen den VfR Grünstadt die Heimstärke zu belegen.

Speyer. Das war nun ganz im Gegensatz zur Saisonpremiere gegen Wormatia Worms II (4:2) ein in dieser Form zu erwartendes Ergebnis. Aufsteiger TSG Bretzenheim 46 hat sein erstes Landesliga-Auswärtsspiel der Vereinsgeschichte beim FC Speyer mit 0:2 (0:2) verloren – und macht sich rein gar nichts draus.

Trainer Timo Schmidt bemüht für den Ausflug zu einem der Titelkandidaten den Begriff des Lehrgeldes. Die Speyrer boten eine ganz andere mannschaftliche Qualität auf als die jungen Wormser in der Vorwoche. „Das ist eine Mannschaft mit vielen gestandenen Spielern, die nicht so naiv verteidigen wie die der Wormatia“, schilderte Schmidt.

Bemüht, etwas dagegenzusetzen

Die frühe Führung durch Marvin Sprengling (9.) spielte den Gastgebern bestens in die Karten, um diese Stärke zu nutzen. Die Bretzenheimer bemühten sich mit ihren Möglichkeiten, etwas dagegenzusetzen. „Wir hatten nach der Führung der Speyrer unsere beste Phase, haben spielerisch einiges gezeigt, aber wir sind letztlich einfach nicht durchgedrungen“, schilderte Schmidt.

Kurz vor der Pause erhöhte Valentin Ion für die Gastgeber auf 2:0. Damit war klar, dass auf einen glücklichen Treffer zu gehen nicht die Taktik der Bretzenheimer für die zweite Hälfte sein konnte. Nach einer Stunde stellt Schmidt auf eine zweite Spitze um. Die TSG war also durchaus bereit, ein gewisses Risiko einzugehen, sich durch eine offensivere Formation weitere Gegentreffer einzufangen. „Wir haben Konter in Kauf genommen, haben es aber auch jetzt nicht hinbekommen, zu Abschlüssen zu kommen“, bedauerte Schmidt. „Aber diese Niederlage war eingeplant."

TSG Bretzenheim 46: Moritz - Maxeiner, Etteldorf, Brüschke, Acker (77. Werz) - Lang, Grundei - Krämer (77. Pierrets), Thummers (60. Köberich), Rimoldi - Jaroszewski.

 

 

Herausgewagt und gewonnen

Hechtsheim. Nach dem Sieg im Verbandspokalspiel hat Landesligist TSG Hechtsheim nun auch in der Liga beweisen, dass es auch mit einigem Trainingsrückstand bisweilen zu einem Erfolg reichen kann. Die Heimpremiere 2015/16 gegen den VfR Grünstadt gewann die TSG mit 2:0 (0:0) und scheint damit auch in der neuen Runde eine Heimmacht zu sein.

„Das soll in dieser Saison so bleiben“, betont Trainer Tobias Rieger, dass die Heimstärke seines Team weiter ein wichtiges Standbein für den Erfolg in der Liga sein müsse. Florian Syska (60.) und Ivan Idzan (70.) entschieden die Partie nach einer Stunde innerhalb von zehn Minuten. Ins Spiel gegangen war die TSG in Kenntnis ihrer konditionellen Rückstände mit der klaren Vorgabe, dass hinten die Null zu stehen habe. „Wenn es passt, wollten wir auch etwas nach vorne versuchen, wenn diese Situationen nicht gekommen wären, hätten wir eben zur Not 0:0 gespielt“, erläuterte Rieger den Masterplan.

Die Chancen, die sich ergaben, nutzten die Hechtsheimer dann jedoch, ein paar weiteren Gelegenheiten kamen sogar hinzu, inklusve Pfosten- und Lattentreffer durch Davin Dzaka- Letztlich ging also doch einiges bei der TSG, die im Verbund schon recht ordentlich auftrat. Einen Dämpfer gab es zum Schluss, weil Steffen Jennerke sich noch einen Spruch einfallen ließ und dafür „Rot“ sah (85.). Das lief dann unter dem Motto „das Überflüssige immer ganz zuletzt".

TSG Hechtsheim: Widera - Frey, Bergmann, Dragun, Streker (60. Erdogan) - Jennerke, Idzan, Strohmeier (65. Karakaya), S. Akinci – Dzaka, Syska (85. Mader).

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