red | 02.12.2014

Kassel ist kein gutes Pflaster

Die Eishockeyspieler des TSV Schott Mainz haben die Spitzenposition in der Hessenliga vorerst verloren. Nach gutem Auftakt bauten sie ab und unterlagen in Kassel schließlich 4:8 (3:3, 1:2, 0:3).

Kassel. Die Erinnerungen der „Wölfe" des TSV Schott Mainz an die Eissporthalle Kassel waren gemischt. Zweimal waren sie bereits zum Hessenliga-Finale gen Nordhessen gereist, in beiden Fällen – 2011 wie 2012 – erwiesen sich die Gastgeber als dominant. Diesmal sollten sich die Wölfe und der Unterbau des Kasseler DEL2-Teams indes auf Augenhöhe begegnen. Doch am Ende stand eine 4:8 (3:3, 1:2, 0:3)-Niederlage der Mainzer zu Buche.

Die Gäste erwischten einen verheißungsvollen Start, obwohl sie mit nur drei nominellen Verteidigern und ohne einen ihrer stärksten Offensivspieler, den gesperrten Nicolas Johansson, antraten. Michael Horcicka brachte die Wölfe auf Vorlage von Martin Sagula in Führung (6.). Oliver Wohlrabs Ausgleichstreffer (8.) beeindruckte sie nicht. Vielmehr tankte sich, kaum dass die Scheibe zurück im Spiel war, Wölfe-Spielertrainer Alexey Gebel durch und traf elf Sekunden nach dem Ausgleich zur neuerlichen Mainzer Führung (2:1, 9.). Und es kam noch besser, als Alexander Schumacher nach Pass von Maximilian Gruhl das 3:1 erzielte (11.). Lange sah es so aus, als könnten die Wölfe mit dieser komfortablen Führung in die Kabine gehen. Doch als nur noch 68 Sekunden zu spielen waren, traf der Kasseler Waldemar Neufeld in Überzahl zum 3:2, wenig später gefolgt vom Ausgleich durch Tim Andreas (20.). So schnell kann es im Eishockey gehen.

Beide Mannschaften treffen in Überzahl

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts legten die Young Huskies nach: Matthias Mänz nahm Maß und brachte die Gastgeber mit 4:3 in Führung (21.). Die Wölfe antworteten ihrerseits in Überzahl durch Kapitän Stefan Eisenträger (25.); Mänz hatte gerade fünf Sekunden in der Kühlbox gesessen. Doch die Souveränität des ersten Drittels war bei den Mainzern dahin. Zweieinhalb Minuten nur hielt das 4:4, dann erzielte Patrick Schädel das fünfte Kasseler Tor (27.).

Das Spiel blieb umkämpft. Die Hessen agierten körperbetont, die Wölfe versuchten – lange erfolgreich – dagegenzuhalten. Im letzten Drittel aber zogen die Gastgeber davon. Von den Huskies-Treffern durch Andreas (43.) und Wohlrab (45.) erholten sich die Mainzer nicht mehr. Fünf Minuten vor Schluss setzte Ex-Profi Stephane Robitaille den Schlusspunkt. Für die Wölfe gilt es nun, am kommenden Sonntag (19.30 Uhr) bei der EG Diez-Limburg einen Pflichtsieg einzufahren. Eine Woche später, am 14. Dezember, kommt die EJ Kassel zum Rückspiel an den Bruchweg (Erstes Bully: 17.45 Uhr). „Dann können wir es bessermachen“, sagte Wölfe-Teammanager Milan Nosek.

 

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