Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 22.05.15 In Völklingen hat noch niemand gewonnen... ...aber der TSV Schott Mainz würde dies am letzten Oberliga-Spieltag gerne ändern - und hätte auch nichts dagegen, den SV Gonsenheim noch abzufangen. Nicklas Schlosser wird am Samstag aus der gewohnten Linksverteidigerrolle herausfallen und eine Position nach vorne rücken. Stattdessen soll Janic Vogler von Beginn an in der Viererkette stehen. | Peter H. Eisenhuth Gonsenheim. Wer dachte, dem um etliche erfahrene Stammkräfte dezimierten TSV Schott Mainz gehe auf den letzten Metern der Oberligasaison die Kraft aus, den belehrte der Aufsteiger am vorigen Samstag eines Besseren: Mit 6:1 fegte Ali Kayhan Cakicis stark verjüngte Elf den SC Idar-Oberstein von der Karlsbader Straße. „Da haben mich die Jungs kurz vor Schluss noch einmal restlos begeistert“, sagt der Trainer. Dazu haben Kapitän Marco Senftleben und seine Mitstreiter noch einmal die Gelegenheit, bevor es in die Sommerpause geht: am Samstag beim Tabellennachbarn Röchling Völklingen (Anstoß: 15.30 Uhr). Und sie haben ja auch noch Ziele, für die es sich zu kämpfen lohnt. „Ein gutes Spiel hinlegen“, steht auf Cakicis Prioritätenliste ganz oben, „alles, was daraus entsteht, kann man nicht planen.“ Doch aus dem ersten lässt sich auch ein zweites Ziel ableiten: „Es wäre überragend, die erste Mannschaft zu sein, die in Völklingen gewinnt“, sagt der Schott-Trainer. Tatsächlich haben die Saarländer von bislang 16 Heimspielen keines verloren und sind die drittbeste Heimmannschaft – aber die Schottler ihrerseits liegen in der Auswärtstabelle ebenfalls an dritter Stelle. Özer soll Torschützenkönig werden „Für mich besteht der Reiz darin, sich mit einer solchen Mannschaft zu messen“, sagt Cakici, nach dessen Einschätzung der Gegner in der Liga nicht die Rolle spielt, die er angesichts seiner Qualitäten spielen müsste. „Das ist eine abgezockte Truppe mit Topfußballern, einem schlauen Spielgestalter und super Individualisten. Aber mein Eindruck ist, dass sie sich intern nicht immer einig sind. Sonst wären sie ein Aufstiegskandidat.“ Auf ein drittes Ziel kann der TSV Schott ebenfalls aktiv hinwirken: Für Can Özer erhoffen sich Spieler und Trainer der Werkself den Titel des Torschützenkönigs. Die Chancen stehen gut: Özer führt die Liga-Rangliste mit 24 Treffern an, sein einziger Verfolger, der Gonsenheimer Arif Güclü, hat dreimal weniger gescort. Apropos Gonsenheim: Sollte der SVG sein Heimspiel gegen den TuS Mechtersheim nicht gewinnen, zögen die Schottler mit einem eigenen Dreier noch am Stadtteilrivalen vorbei. „Wir können nur versuchen, unsere Dinge zu regeln, alles andere können wir nicht beeinflussen“, sagt Ali Kayhan Cakici. Aber Spaß daran hätten sie schon, am Saisonende bester Mainzer Oberligist zu sein. Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)