red | 26.11.2014

Kritische Phase am Ende des zweiten Drittels

Ereignisreich war das an sich klare 5:0 der Wölfe des TSV Schott Mainz gegen den ESC Darmstadt Dukes. Nicolas Johansson kassierte eine Sperre, Martin Sagula brach sich das Nasenbein.

Mainz. Mit einem glatten 5:0-Heimsieg haben die Eishockeyspieler des TSV Schott Mainz Revanche genommen für die 7:9-Hinrundenniederlage. 72 Strafminuten zeugen von einem intensiven Spiel, in dem die Schiedsrichter mitunter konsequent durchgriffen. Trotz des eindeutig anmutenden 8:3-Sieges in der Vorwoche gegen Wallernhausen hatte Wölfe-Teammanager Milan Nosek auf eine spielerische Steigerung gepocht. Die bekam er.

Konzentriert kam sein Team aus der Kabine, der Lohn war das 1:0 durch Nicolas Johansson in der elften Spielminute. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Wölfe bereits für insgesamt zwölf Minuten auf Viktor Brauer verzichten, weil der seinen Gegenspieler im Zweikampf unglücklich von hinten erwischt hatte und eine Disziplinarstrafe absitzen musste. Diese Dezimierung überstanden die Mainzer unbeschadet – wie auch eine wesentlich kritischere Phase gegen Ende des zweiten Drittels, als es nach Treffern von Kapitän Stefan Eisenträger (25.) und des zurückgekehrten Brauer in Überzahl (28.) mittlerweile 3:0 stand. Nicolas Johansson kam seinem Spielertrainer Alexey Gebel gegen zwei Darmstädter zu Hilfe, allerdings war das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits unterbrochen.

Stromberg verhindert in Unterzahl Spielwende

Die Schiedsrichter schickten den Schweden für diese Aktion vorzeitig zum Duschen (37.). Weil auch der Darmstädter Tim Nissen mit einer kleinen Strafe auf die Bank musste, reduzierte sich die Darmstädter Überzahl auf drei Minuten – aber auch in diesen hätte die Partie mit einem oder zwei Toren leicht kippen können. Doch mit Unterstützung ihres souveränen Schlussmanns Marc Stromberg hielten die Wölfe die Null.

Als im Schlussdurchgang Martin Sagula (45.) und Gebel (48.) auf 5:0 erhöhten, war das Spiel entschieden. Beendet allerdings war es noch nicht, und für den Slowaken Sagula sollte sein Treffer eine der letzten Aktionen gewesen sein. Denn kurz darauf traf ihn Tobias Schmidt im Kampf um die Scheibe im Gesicht. Schmidt musste dafür zwangsläufig in die Kabine, Sagula ins Krankenhaus – wieder einmal. Diagnose für den Mainzer Pechvogel: Nasenbein gebrochen.

„Das war ein sehr gutes Spiel unserer Mannschaft und ein wichtiger Sieg“, sagte Nosek zufrieden. Am Sonntag kommt es in Nordhessen zum Wiedersehen mit der EJ Kassel (18.30 Uhr). Erster gegen Zweiter heißt es dann – es geht um die Tabellenführung. Johansson wird dafür gesperrt sein.

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