gert adolphi | 26.06.2019

Endlich eine internationale Medaille

Nackenheimer Ringer Ahmed Dudarov wird bei den Europaspielen Dritter. Kubilay Cakici scheidet bei seinem Comeback im Achtelfinale aus.
Bezwang auf seinem Weg zu Bronze auch zwei Weltklasseringer: Ahmed Dudarov.
Bezwang auf seinem Weg zu Bronze auch zwei Weltklasseringer: Ahmed Dudarov. | Archiv/Eßling

Minsk. Großer Erfolg für Ahmed Dudarov: Der Freistilringer des SV Alemannia Nackenheim hat bei den Europaspielen in Minsk Bronze im 86-Kilo-Limit gewonnen. „Ich freue mich riesig für Ahmed“, sagte SVA-Trainer Cengiz Cakici. „Endlich hat es mal mit einer internationalen Medaille geklappt.“

Der Erfolg ist umso höher einzuschätzen, als Dudarov auf dem Weg zum dritten Platz zwei Weltklasseathleten bezwungen hat. Dem Spanier Taimuraz Friev, Dritter der Weltmeisterschaften des Vorjahres und Leistungsträger der Red Devils Heilbronn, ließ er beim 8:2 im Viertelfinale keine Chance. Und im Kampf um den dritten Platz bekam der Deutsche Meister es mit Fatih Erdin zu tun; der Türke war 2018 Vizeweltmeister und wurde in diesem Jahr EM-Dritter. In einem bis zum Schluss spannenden Duell setzte sich der Alemanne 10:8 durch. „Ein sensationeller Kampf“, schwärmte Cakici. „Ahmed ist sehr gut drauf.“

Cakici fehlt Wettkampfpraxis

Das Finale hatte Dudarov durch eine 0:3-Niederlage gegen den Weißrussen Ali Shabanau verpasst. „Das war auch ein ganz enges Ding“, analysierte der Nackenheimer Trainer. Gleich in der ersten Minute schob Shabanau den Alemannen aus der Kampfzone, in der zweiten Runde konnte Dudarov eine Aktivitätszeit nicht nutzen. Doch selbst danach hätte ein Takedown noch zum Sieg gereicht. In einer engen Situation kurz vor dem Gong forderte die deutsche Ecke den Videobeweis. Der wurde verworfen, was dem Weißrussen einen weiteren Punkt einbrachte.

Kubilay Cakici, nach einjähriger Kreuzbandrisspause wieder auf der Matte, schied im Achtelfinale des Weltergewichts (74 Kilo) aus. Er unterlag Maxim Vasilioglo mit 6:11. „Das ist kein schlechter Mann“, charakterisierte Cengiz Cakici den Rumänen. „Immerhin war er voriges Jahr U23-Vizeweltmeister. Trotzdem war es eine lösbare Aufgabe.“ Seinem Sohn habe es lediglich an der Wettkampfpraxis gefehlt, „sonst hätte auch er um die Medaillen mitringen können“.

 

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