2. Bundesliga Damen | Peter H. Eisenhuth | 22.11.15 Ein Punkt unter schwierigen Bedingungen Zweitliga-Fußballerinnen des TSV Schott Mainz kehren aus Wetzlar mit einem 1:1 und einer am Knie verletzten Nadine Bechtel zurück. Kapitänin Deniz Özer und der TSV Schott durften mit dem Punkt in Wetzlar zufrieden sein. | Archiv/Eisenhuth Wetzlar. Den schlimmsten Moment an diesem Sonntag erlebten die Fußballerinnen des TSV Schott Mainz in der zehnten Minute ihres Zweitligaspiels beim FSV Hessen Wetzlar: Nadine Bechtel blieb bei einem Zweikampf im tiefen Rasen hängen, verdrehte sich das Knie und musste ausgewechselt werden. „Ich hoffe, dass es nicht wieder das Kreuzband ist“, sagte Trainer Thorsten Lamers – seine Außenverteidigerin war gerade erst nach einer solchen Verletzung wieder in den Spielbetrieb zurückgekehrt. Angesichts dieser Begleiterscheinung geriet das 1:1 (1:0) der Mainzerinnen beim Mitaufsteiger zur Nebensache. Mit dem Resultat an sich war Lamers zufrieden. Dass seine Mannschaft bei acht Punkten Vorsprung auf die Hessen als Favorit in die Begegnung gegangen war, mochte er nicht bestätigen. Grundsätzlich seien hinter dem Toptrio TSG Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach und Bayern München II alle Teams ähnlich stark einzuschätzen. „Die Wetzlarer sind eine spielstarke, gut organisierte Mannschaft und mit uns auf Augenhöhe“, sagte Lamers, „würde man etwas anderes behaupten, täte man ihnen Unrecht.“ Abgefälschter Schuss Erschwerend kam für die Werkself hinzu, dass neben den schon unter der Woche feststehenden verletzungsbedingten Ausfällen auch Annika Leber die Fahrt nach Mittelhessen nicht antreten konnte – die Stürmerin hatte sich am Morgen erkältet abgemeldet. Lamers‘ Kader schrumpfte somit auf 14 Spielerinnen. „Unter diesen Bedingungen haben wir den Punkt sehr gerne mitgenommen.“ Auf dem schwer bespielbaren Platz habe seine Mannschaft sich kämpferisch voll reingehauen und teilweise sehr guten Fußball geboten. Zum Beispiel beim Führungstreffer, einem Konter aus der Abwehr heraus „über viele Beteiligte“, den Laura Freigang überlegt abschloss (34.). „Leider haben wir es verpasst, in der entscheidenden Phase ein zweites Tor zu erzielen“, bedauerte Lamers. Stattdessen fingen sich die Gäste eine knappe Viertelstunde vor dem Abpfiff durch einen abgefälschten Schuss von Natasa Petrov den Ausgleich. Personell tat sich dann auch noch etwas: Fiona Röhrig sah in der 80. Minute die Gelb-Rote Karte. Wieder ein spielfreies Wochenende Am kommenden Wochenende pausiert die Liga mal wieder, danach stehen die Schott-Frauen vor zwei Heimspielen gegen die TSG Hoffenheim und den FC Bayern, bevor sie zum Jahresabschluss beim 1.FC Saarbrücken antreten. „Das sind zwei Knaller, bei denen wir krasser Außenseiter sind und nur Bonuspunkte sammeln können“, sagt Thorsten Lamers mit Blick auf die beiden Heimspiele. „Ich hoffe, dass sich bis dahin die ein oder andere verletzte Spielerin wieder zurückmeldet. TSV Schott Mainz: Bleser – Bechtel (10. Vinci), Bast, Weinel, Özer – Schmitt (81. Berghorn) – Freigang, Röhrig, Dragoescu, Loos – Beuter. Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)