2. Bundesliga Damen | Stefan Wasmer | 12.09.15 „Der Knoten wird platzen“ Am dritten Spieltag empfangen die Zweitliga-Fußballerinnen des TSV Schott Mainz am Sonntag Alemannia Aachen. Trainer Thorsten Lamers glaubt an den ersten Sieg seiner Frauen. Geht optimistisch in den dritten Spieltag; Schott-Trainer Thorsten Lamers. | Eva Willwacher Mainz. Die Marschroute steht bereits seit dem vorigen Wochenende: „Wir müssen uns für unseren Aufwand endlich belohnen“, hatte Thorsten Lamers, der Trainer der Fußballerinnen des TSV Schott Mainz, unmittelbar nach dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach gefordert. Am Niederrhein hatte sein Team kurz zuvor einen über weite Strecken ansprechenden Auftritt hingelegt, stand am Ende aber mit einer 0:4-Schlappe da. Gegen Alemannia Aachen soll die Mannschaft am Sonntag an der Karlsbader Straße nun endlich die ersten Zweitligapunkte einfahren (Anstoß: 14 Uhr). Auch wenn die Aachener zuletzt mit 4:2 beim am ersten Spieltag in Mainz siegreichen VfL Sindelfingen gewannen, ist Lamers vom Gelingen dieses Vorhabend überzeugt: „Der Knoten wird platzen“, sagt er. „In der Mannschaft ist von den drei Pflichtspielniederlagen nichts zu spüren. Die Mädels wissen, dass sie sich in Mönchengladbach eigentlich nichts vorzuwerfen hatten und haben gut trainiert.“ Flexibler im 4-1-4-1-System Mut macht dem Übungsleiter auch die Umsetzung des beim Mitaufsteiger erstmals in einem Punktspiel getesteten 4-1-4-1-Systems. Gut möglich, dass Lamers auch am Sonntagnachmittag auf diese taktische Anordnung zurückgreifen wird. „Das bringt uns noch etwas mehr Flexibilität“, erläutert er. „Wir können in diesem System früh attackieren, aber ebenso gut phasenweise mal ein wenig Druck rausnehmen. Und wir können auch ohne Probleme im Verlauf des Spiels auf das gewohnte 4-4-2 umstellen.“ Fehlen wird der Werkself erneut Stefanie Wagner. Die Außenverteidigerin, am vorigen Wochenende aus beruflichen Gründen verhindert, hat sich eine Knieverletzung zugezogen und muss in nächster Zeit aussetzen. In Gladbach wurde die 28-Jährige von Startelf-Comebackerin Nadine Bechtel gut vertreten, doch auch Laura Weinel oder – das wäre die betont offensive Variante – Neuzugang Debora Vinci könnten hinten rechts eine Chance erhalten. Pause bis Mitte Oktober Weil die zweite Hauptrunde im DFB-Pokal (ohne Mainzer Beteiligung) sowie Auswahllehrgänge der Landesverbände vor der Tür stehen, wird die Zweite Bundesliga Süd nach dem dritten Spieltag übrigens bis Mitte Oktober pausieren. Umso wichtiger also, dass der TSV Schott gegen die Alemannia endlich auch ergebnistechnisch in der neuen Spielklasse ankommt. Schließlich soll nicht das ungute Gefühl eines komplett leeren Punktekontos wie eine dunkle Wolke über diesem ungewöhnlich langen Break hängen. Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)