Dritte Liga | Peter H. Eisenhuth | 19.09.14 Beim Zweitligaabsteiger und vor mehr als 20.000 Fans bestehen U23 des FSV Mainz 05 muss am Freitagabend in Dresden den Kopf oben behalten. Kann wohl wieder mitwirken: Richard Weil. | Eva Willwacher Dresden. Das wird ein ganz neues Erlebnis für die U23 des FSV Mainz 05: Mehr als 20.000 Zuschauer erwartet Dynamo Dresden am Freitagabend zum Drittligaspiel gegen die Mannschaft von Martin Schmidt (Anstoß: 19 Uhr). „Wer da den Kopf oben behält, ist mental bereit für höhere Aufgaben“, sagt der Mainzer Trainer. Die Partie des Aufsteigers beim Zweitligaabsteiger, des Tabellenletzten beim Tabellenzweiten, der im DFB-Pokal den FC Schalke 04 mit 2:1 geschlagen hat, ist eine Aufgabe der „Da hat man nichts zu verlieren“-Sorte. Das stimmt jedoch nur solange, wie sich eine mögliche (und in diesem Fall zu erwartende) Niederlage in Grenzen hält. Eine Klatsche könnte sich auch noch negativ auf das Selbstvertrauen der 05er auswirken. Bislang ist des Schmidts Akteuren, abgesehen vom 1:5 gegen die SpVgg Unterhaching, von echten Einbrüchen verschont geblieben – und selbst bei dieser Heimniederlage war die Leistung besser, als es das Resultat vermuten lässt. Allerdings hat die 05-Zweite momentan mit zwei Problemen zu kämpfen: Zum einen ist in den vergangenen drei Parten kein eigener Torerfolg mehr geglückt; sollte sich diese Serie in Dresden fortsetzen, wird es wohl einer überragenden Defensivarbeit bedürfen, um Torjäger Justin Eilers, Sylvano Comvalius, Abwehrmann Michael Hefele und Kollegen am Toreschießen zu hindern und einen Punkt zu retten. Im Abstiegskampf noch Aufbauarbeit leisten Zum anderen kommt es unter dem Aspekt des bereits eingeläuteten Abstiegskampfes zur Unzeit, dass die U23 den bei den Profis momentan perspektivlosen Todor Nedelev fest in ihren Reihen hat und aufbauen soll. Grundsätzlich gehört dies zwar zu den Aufgaben der Zweiten Mannschaft, faktisch aber „standen die Mainzer eine Stunde lang zu zehnt auf dem Platz“, wie ein Stuttgarter Beobachter der 0:1-Niederlage beim VfB II am Dienstagabend berichtete. Die gute Nachricht für Freitagabend scheint zu sein, dass Richard Weil, in Stuttgart wegen einer Rückenblockade ausgewechselt, und Michael Falkenmayer, der einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen hatte, wohl einsatzfähig sind. Auf die beiden Defensivroutiniers in ihrer zuletzt gezeigten Form können die 05er auch kaum verzichten. Hilfreich wäre es zudem, wenn es Martin Schmidt gelänge, Patrick Pflücke (2010/11 für Dynamo aktiv, bevor er an den Bruchweg wechselte) davon zu überzeugen, ebenfalls Defensivarbeit zu leisten; der Noch-A-Junior neigt dazu, sich allzu sehr auf seine offensive Tätigkeit in der Rolle des Zehners zu beschränken. Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)