2. Bundesliga Damen | Peter H. Eisenhuth | 12.12.15 Genügend Motivation für die nächste Überraschung Die Zweitligafußballerinnen des TSV Schott Mainz empfangen am Sonntagmorgen den FC Bayern München II. Dem Tabellenführer TSG Hoffenheim II haben Debora Vinci und die Schott-Frauen vorige Woche einen Punkt abgetrotzt. Das wollen sie auch gegen den FC Bayern II schaffen. | Peter H. Eisenhuth Gonsenheim. Was soll Menschen bei diesem Wetter am Sonntagvormittag aus dem Haus und auf den Sportplatz treiben? Thorsten Lamers hätte ein paar Antworten. „Zum Beispiel ein attraktiver Gegner“, sagt der Trainer der Zweitligafußballerinnen des TSV Schott Mainz, die den drittplatzierten FC Bayern München II empfangen (Anstoß: 11 Uhr). Außerdem eine hochmotivierte eigene Mannschaft, die nach dem 0:0 gegen Tabellenführer TSG Hoffenheim II vor einer Woche die nächste Überraschung schaffen will. „Und die Leute sollen kommen, um uns dabei zu unterstützen.“ Lamers schätzt die Bayern mindestens so stark ein wie zuletzt den Spitzenreiter, als ein fußballerisch starkes Team, das immer auch guten Fußball spielen wolle. Aus Gesprächen mit Kollegen von anderen Klubs weiß er, dass die Reserve des Erstligisten ähnlich auftrete wie die Männer unter Pep Guardiola. „Sie pflegen schnellen Kombinationsfußball mit viel Ballbesitz und schnellem Passspiel“, sagt Lamers, „diese Philosophier wird offenbar im gesamten Verein umgesetzt.“ Unveränderte Startelf Was haben die Schott-Frauen dem entgegenzusetzen? Zum einen das Selbstbewusstsein, nach dem nicht eingeplanten Zähler von voriger Woche seit inzwischen sieben Spielen ungeschlagen zu sein. „Wir wissen, dass das eine riesige Herausforderung ist, aber die Mädels sind bereit, alles zu geben“, sagt Lamers. „Wir sind als Team sehr gut drauf, da kämpft jede für jede“ – anders hätten sich die zahlreichen Ausfälle zuletzt nicht wegstecken lassen. „Und ein bisschen Fußballspielen können wir auch…“ Die Frage, w e n die Mainzerinnen dem FC Bayern entgegenzusetzen haben, beantwortet sich mit einem Blick auf die Aufstellung aus dem Hoffenheim-Spiel. „Wir werden wohl mit derselben Elf anfangen“, kündigt Lamers an. Allzu viele Alternativen hat er ohnehin nicht. Zwar sei die Bank diesmal etwas besser besetzt als mit nur zwei Feldspielerinnen und einer Torhüterin, aber keine der hinzukommenden Akteurinnen habe unter der Woche trainieren können. „Wir wollen nur für den Notfall die ein oder andere Option mehr haben.“ Ob auf Rasen oder Kunstrasen gespielt wird, ist noch nicht entschieden. Lamers bevorzugt den natürlichen Untergrund, der Regen könnte einen Umzug an die Erzberger Straße erforderlich machen. Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)