Oberliga Damen | Guido Steinacker | 11.09.2015

Erste Standortbestimmung gegen einen Rückkehrer

Zum Einstieg in die neue Oberligarunde bekommt es die FSG Mainz 05/Budenheim II mit Aufsteiger TSG Friesenheim zu tun. Nach deutlichen personellen Veränderungen und Trainerwechsel muss sich in den ersten Wochen zeigen, wie gut das neue Gefüge funktioniert.
Anna-Lena Kempf (Mitte) geht mit der 05-Zweiten, nun als FSG Mainz 05/Budenheim, in ihr drittes Jahr und ist damit wahrlich nicht mehr der Neuling der Mannschaft. Die Unterstützung aus dem Zweitligateam wie vergangene Runde häufig durch Hanna Dankwardt (r.) dürfte auch in der kommenden Runde wieder regelmäßig die Kaderqualität stützen.
Anna-Lena Kempf (Mitte) geht mit der 05-Zweiten, nun als FSG Mainz 05/Budenheim, in ihr drittes Jahr und ist damit wahrlich nicht mehr der Neuling der Mannschaft. Die Unterstützung aus dem Zweitligateam wie vergangene Runde häufig durch Hanna Dankwardt (r.) dürfte auch in der kommenden Runde wieder regelmäßig die Kaderqualität stützen. | Archiv/Willwacher

Mainz. Neuer Trainer, einige neue Spielerinnen, ein neu zu bestimmendes Verhältnis zum Zweitligateam: Es ist zu Beginn der neuen Saison in der Handball-Oberliga der Frauen noch nicht abzusehen, wohin der Weg der FSG Mainz 05/Budenheim II führen wird. Am Samstag (18 Uhr) beginnt die Runde mit dem Punktspieldebüt für Renato Ribic und seine Mannschaft mit dem Heimspiel gegen Oberligarückkehrer TSG Friesenheim. Ein idealer Gegner für die erste Standortbestimmung, denn den Ludwigshafenerinnen ist eine gute Rolle in der Liga zuzutrauen, ein Sieg wäre daher ein gutes Zeichen.

Die Mainzerinnen wären fürs Erste damit zufrieden, sich aus dem Abstiegskampf heraushalten zu können. Angesichts dreier Aufsteiger und dem TSV Kandel als Rückkehrer aus der Dritten Liga sind immerhin vier der 13 Gegner neu in der Liga. Zwölf Wochen lang hatte Ribic Zeit, die in ihrer Zusammensetzung erneut deutlich veränderte Mannschaft kennenzulernen und zu formen. Neun Testspiele dienten dieser Selbstfindung, ein Sieg gegen Drittligaaufsteiger TuS Kriftel war dabei das Highlight. Klare Linie für die Runde: aus einer stabilen Abwehr heraus erfolgreich Handball spielen.

Kirsten Simon hat aufgehört

Mit Kirsten Simon hat ein weiteres Urgestein des 05-Handballs seine Karriere beendet, dafür hat sich Eva Völker, vergangene Saison nur noch aushilfsweise dabei, zurückgemeldet und wird wieder fester Bestandteil der Mannschaft sein. Linksaußen Nicole Ophoff hat die Zweite zudem wieder an die Erste abgeben müssen. Von den Spielerinnen aus dem Budenheimer Lager, die vorige Runde über ein Zweitspielrecht im Oberligateam des jetzigen FSG-Partners einstiegen, ist der studienbedingte Abgang von Marlena Ludwig ein Verlust für den Rückraum. Auch Sina El Batanony, vergangenes Jahr erst zu den 05ern gekommen, wird sich künftig mehr der Uni widmen.

Wie stark der Durchlass zwischen Zweitliga- und Oberligateam sein wird, ist vornehmlich die Entscheidung von André Sikora-Schermuly. Für das erste Wochenende stellt der Cheftrainer Joelle Gieseler und Julia Schneider an die Zweite Mannschaft ab. Da die Erste in dieser Saison breiter aufgestellt ist, wird Ribic, anders als Vorgängerin Nikoletta Humm, auch bei den Auswärtsspielen und bei gleichzeitigen Spielansetzungen der Teams mit Unterstützung von oben rechnen können. Janka Bauer und Selina Adeberg, deren Einsätze und Tore der 05-Zweiten zuletzt ein weitgehend sorgenfreies Dasein in der Liga garantierten, dürften dafür aber kaum mehr infrage kommen, da beide mit einer größeren Rolle im Zweitligateam rechnen dürfen.

 

Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier.

Alle Artikel von Handball