Pokalwettbewerbe | Peter H. Eisenhuth | 15.09.16

Abou Daya mag nicht nachsitzen

TSV Schott setzt sich im Verbandspokal beim SV Nanz-Dietschweiler durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 3:2 durch.
Ist noch Schüler und muss morgens früh raus: Khaled Abou Daya ersparte sich und dem TSV Schott die Nachspielzeit.
Ist noch Schüler und muss morgens früh raus: Khaled Abou Daya ersparte sich und dem TSV Schott die Nachspielzeit. | Archiv/Eisenhuth

Nanz-Dietschweiler. Sascha Meeth hatte mit seiner Ankündigung nicht übertrieben: Bis auf zwei, drei Stützen wolle er eine komplett veränderte Mannschaft aufs Feld schicken, hatte der Trainer des TSV Schott Mainz vor dem Verbandspokalspiel beim SV Nanz-Dietschweiler gesagt. Tatsächlich waren am Mittwochabend im Vergleich zum vorangegangenen Oberligaspiel gegen die TuS RW Koblenz neun Positionen neu besetzt; übriggeblieben waren lediglich Kapitän und Innenverteidiger Marco Senftleben und Manuel Schneider, der auf der Doppel-Sechs diesmal Masashi Sakai als Nebenmann hatte.

Zum Bumerang geriet die Rotation für den Favoriten nicht: Durch einen 3:2 (1:0)-Sieg, den Khaled Abou Daya in der Nachspielzeit sicherstellte, erreichten die Mainzer das Achtelfinale. „Eigentlich hatten wir uns noch eine Auswechslung für die Verlängerung aufgehoben“, sagte Kotrainer Klaus Bauer. „Aber“, ergänzte Meeth, „Khaled hat sich nicht an die Taktik gehalten…“ War natürlich nur ein Scherz – anders als Bauers Hinweis, die eigenen Leute seien an allen fünf Toren maßgeblich beteiligt gewesen.

Nicht alles rosig

Silas Schwarz nach etwas mehr als einer Viertelstunde die Weichen für einen Sieg des überlegenen Vorjahresfinalisten gestellt, nach rund einer Stunde allerdings leisteten sich die Gäste zehn Minuten, in denen sie nicht gut aussahen. Ein Eigentor von Innenverteidiger Sebastian Kühn bescherte den Gastgebern den überraschenden Ausgleich, „aber danach haben wir sofort sehr gut reagiert“, lobte Meeth.

Ilias Soultani erzielte nur drei Minuten nach dem Missgeschick des Kollegen das 2:1, einen Treffer, der nur einen Schönheitsfehler hatte: „dass wir die zahlreichen Chancen, die wir anschließend hatten, nicht genutzt haben“, wie der Trainer monierte. „Stattdessen haben wir ein Spiel, das eigentlich längst hätte entschieden sein müssen, noch mal spannend gemacht, indem wir den Ball vertändelt und das 2:2 ermöglicht haben.“ Abou Daya ersparte seinem Team das Nachsitzen.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der besten Mannschaft gespielt haben, die wir heute stellen konnten“, sagte Meeth. „Wir haben einen breiten Kader, die Jungs arbeiten gut im Training, sie waren frisch und wollten sich zeigen.“ Der Plan ging auf, auch wenn das Ergebnis den Spielverlauf knapper darstellte als er war. Dennoch fand der Coach auch kritische Worte: „Wenn man bei einem Abstiegskandidaten der Landesliga nur 3:2 gewinnt, kann nicht alles rosig gewesen sein.“

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