Oberliga Damen | Gert Adolphi | 11.02.26 Die schönsten Siege Die Tischtennisspielerinnen des RSV Klein-Winternheim behaupten den zweiten Rang in der Oberliga mit klaren Siegen gegen den TTV Edenkoben und beim TTC Nentershausen. Maya Bangel durchbrach in Nentershausen mit ihrem Sieg im zweiten Einzel den Rhythmus. | Archiv/Eßling Klein-Winternheim. In der Hinrunde hatten die Oberliga-Tischtennisspielerinnen des RSV Klein-Winternheim gegen diese zwei Gegner gerade einmal einen Punkt ergattert, jetzt strichen sie mit dem 9:1 gegen den TTV Edenkoben und dem 7:3 beim TTC Nentershausen die volle Ausbeute von vier Zählern ein. „Wir waren unerwartet erfolgreich“, sagte Teamsprecherin Julia Sloboda und bezog sich dabei noch nicht einmal auf die Diskrepanz zwischen den Ergebnissen beider Saisonabschnitte, sondern in erster Linie auf den trotz widriger Bedingungen errungenen Sieg in Nentershausen. Mit einem Erfolg gegen den TTV Edenkoben hatten die Klein-Winterheimerinnen geliebäugelt, weil die Pfälzerinnen wegen einer Terminverlegung angefragt hatten. Nachdem diese nicht zustande gekommen war, erschienen sie ersatzgeschwächt, außer einem Doppel gewann der RSV alle Partien. „Das war eine klare Sache“, sagte Sloboda. Mit Zabel und Meier Gehandicapt waren die Klein-Winternheimerinnen, weil Carolin König erkrankt war und nur an einer Begegnung teilnehmen konnte. Der RSV entschied sich, sie im Heimspiel, der aussichtsreicheren Partie, einzusetzen. Auch Sloboda war erkältet, konnte aber Kräfte sparen. In Nentershausen kam dem RSV zugute, dass Theresa Zabel entgegen der ursprünglichen Planung nicht verhindert war und die als Ersatz für den Youngster vorgesehene Lydia Meier daher Königs Platz einnehmen konnte. Favorisiert waren dennoch die Gastgeberinnen. „Wir haben befreit aufgespielt, ohne große Erwartungen“, berichtete Sloboda. „Irgendwann haben wir gemerkt: Oh, krass, wir können gewinnen.“ Bangel gelingt das Break Bis zum 3:3 sicherten sich die Teams abwechselnd die Punkte, Sloboda/Zabel gewannen im Doppel und jeweils ihre ersten Einzel. Als im zweiten Durchgang im vorderen Paarkreuz nicht nur Sloboda sich durchsetzte, sondern Maya Bangel in einem engen Spiel im fünften Satz mit 11:9 siegte, kam dies einem vorentscheidenden Break gleich. Zabel machte den Deckel drauf, Meier sorgte für ein deutliches Ergebnis. Den Eindruck, es mit einem schwachen Gegner zu tun gehabt zu haben, wollte Sloboda gar nicht erst aufkommen lassen. „Das sind alles ehrgeizige Mädels, die gut trainieren“, stellte sie klar. „Aber wir haben alle durch die Bank gut gespielt. Und Siege, mit denen man nicht rechnet, sind die schönsten Siege.“ Alle Artikel von Tischtennis