red | 11.08.2022

Nichts anbrennen lassen

Die mit drei Spielern des 1. MGC Mainz besetzten deutschen Nationalteams haben bei den Seniorenweltmeisterschaften im Teamwettbewerb ihre Halbzeitführungen souverän verteidigt und die Titel mit deutlichem Vorsprung eingefahren.
Siegreiche deutsche Seniorenteams mit Mainzer Beteiligung: Bei den Männern schwingt Roman Kobisch (Mitte) während der Siiegerehrung die deutsche Fahne.
Siegreiche deutsche Seniorenteams mit Mainzer Beteiligung: Bei den Männern schwingt Roman Kobisch (Mitte) während der Siiegerehrung die deutsche Fahne. | 1. MGC Mainz
Bei den Frauen gewann unter anderem Alice Kobisch (oben rechts) den WM-Titel.
Bei den Frauen gewann unter anderem Alice Kobisch (oben rechts) den WM-Titel. | 1. MGC Mainz

Herne. Es hatte sich schon nach dem ersten Wettkampftag angedeutet und auch am zweiten ließen die deutschen Minigolfteams bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Wanne-Eickel nichts mehr anbrennen. Am Ende hatten die deutschen Damen rekordverdächtige 49 Schläge Vorsprung vor Österreich, weitere zwölf dahinter landeten die Tschechinnen.

Die Entscheidung fiel im ersten Durchgang des zweiten Tages auf den Filzbahnen, als die deutschen Damen Nicole Warnecke, Alexandra von dem Knesebeck sowie die MGC-Spielerin Alice Kobisch eine 75er-Teamrunde auf den Filz zauberten. Die Vierte im Bunde, Susi Bremicker, brauchte nicht ins Geschehen einzugreifen, so souverän agierten die drei Erstgenannten.

Bei den Männern, mit den MGC-Spielern Roman Kobisch und Markus Janßen, fiel die Entscheidung nicht ganz so deutlich. Dennoch ist ein Vorsprung von 35 Schlägen auf den Mitfavoriten Schweden durchaus bemerkenswert. Österreich belegte bei den 6er-Teams den Bronze-Rang, weitere 19 Schläge hinter Schweden.

Strokeplay-Wettbewerb folgt

Am Freitag werden die neuen Weltmeister im Strokeplay, der „altbekannten“ Schlagzahlwertung, ermittelt. Zunächst sind zwei Zwischenrunden auf beiden Bahnsystemen zu absolvieren, danach qualifizieren sich 15 Männer und neun Damen für die finale Doppelrunde. Momentan liegen alle deutschen Männer innerhalb dieses ‚Cuts, bei den Frauen muss Susi Bremicker in der Zwischenrunde zwei Punkte auf die vor ihr liegenden Österreicherinnen gutmachen.

An der Tabellenspitze der Damen liegt derzeit Alice Kobisch, einen Schlag vor der Göttingerin Alexandra von dem Knesebeck. Dahinter klafft bereits eine Lücke von 15 Schlägen, so dass man davon ausgehen kann, dass Gold und Silber in Deutschland bleiben werden.

Bei den Männern führt der Österreicher Heinz Weber das Klassement an, zwei Schläge dahinter folgen Tim Clasen (Wesel) und der Mainzer Roman Kobisch. Prognosen über den Ausgang sind dabei schwierig, da die Schlagabstände längst nicht so groß sind wie bei den Damen. joe

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