Dritte Liga Damen | Guido Steinacker | 23.03.14 Zwei Punkte nach ziemlich viel Gegurke Auch ohne Glanzleistung reicht es bei Handball-Drittligist SG TSG/DJK Bretzenheim derzeit für den Sieg. Bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen gewann der Tabellendritte beim 32:28 (15:16) zum achten Mal in Serie. Wetzlar. Das war schon im Hinspiel eine seltsam zähe Sache gegen diesen Spielpartner, und diesmal erst recht. Logische Schlussfolgerung: Das muss am Gegner liegen. Handball-Drittligist SG TSG/DJK Bretzenheim setzte seine Erfolgsserie beim Tabellenachten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen am Sonntagabend zwar fort, hatte beim mühsamen 32:28 (15:16) aber keine wahre Freude. Wenn eine Mannschaft wie die Wetzlarer konsequent in einer 3-2-1-Formation decken, verspricht das eigentlich ein abwechslungsreiches Spiel, denn die Wege zum Tor sind für den Gegner dann reichhaltig, müssen aber erlaufen werden. Es entwickelte sich aber von Beginn an nichts andere als „ein fürchterliches Handballspiel“, bekannte SG-Trainer Thomas Zeitz und stöhnte noch zwei Stunden nach dem Abpfiff: „Was für ein Gegurke.“ Viele Fehler auf der Liste Dabei fing die Partie für die Bretzenheimerinnen noch ganz vernünftig an, mit einer 10:5-Führung. „Dann haben wir aber leider keinen Handball mehr gespielt“, sagte Zeitz. Er addierte auf der Strichliste 23 technische Fehler und Fehlwürfe, die zum guten Teil nicht nur knapp scheiterten. Zum 14:15 kassierte die SG folgerichtig kurz vor der Halbzeit den ersten Rückstand, und wesentlich anders stellte sich das Bild auch nach dem Seitenwechsel nicht dar. Den Gastgebern fehlte es dann aber doch an der Qualität, um mehr aus der Gelegenheit herauszuholen, einen so indisponierten Tabellendritten in der Halle zu haben. Die Phase der permanenten, leichten Rückstande beendete die SG ab der 52. Minute durch in Gegenstöße umgesetzte Ballgewinne, zudem steigerte sich SG-Torfrau Natascha Machetzki in der entscheidenden Phase. Kein nennenswert starker Gegner Nicht zu klären war, warum die anfangs gut funktionierenden Spielzüge gegen das 3-2-1 der Gastgeber in der ersten Halbzeit nicht mehr zogen. Die HSG war zwar kein ganz schlechter, aber auch kein nennenswert starker Gegner für die Bretzenheimerinnen, ein Mittelfeldteam eben. Dass es dann für Zeitz fast „erstaunlich“ war, dass seine Mannschaft die Halle nach den Problemen über weite Strecken der Partie als Sieger verließ, zeigt, dass auch ein Seriensieger mal einen schwächeren Tag haben kann – halb so schlimm, wenn am Ende das Ergebnis den Minimalvorstellungen entspricht. SG TSG/DJK Bretzenheim: Machetzki, von Gilgenheimb - Chwalek (11/2), Koepcke (9/1), Birli, Gärtner, Güter, Schuhknecht, Veeck (je 2), Bils, Pfingstgraef (je 1), Leukefeld, Vreden. Alle Artikel von Handball