Oberliga Damen | Peter H. Eisenhuth | 22.11.2017

Zu viele Ausfälle, zu wenig Form

Erste Saisonniederlage: Tischtennisspielerinnen der TSG Heidesheim unterliegen dem starken FCK II mit 2:8.

Heidesheim. Die Siegsserie ist beendet: Die Frauen der TSG Heidesheim haben in der Tischtennis-Oberliga ihre erste Saisonniederlage kassiert, bleiben aber trotz des 2:8 gegen die TSG Kaiserslautern II Tabellenführer. „Die Kaiserslauterer sind eine Nummer, wenn sie komplett spielen“, sagte Betreuer Norbert Dyllick. „Mit der Höhe des Ergebnisses kann ich mich allerdings nicht ganz anfreunden.“

Die Gäste hatten bis dahin erst drei Begegnungen ausgetragen und davon zwei verloren. Weil eine ihrer Spielerinnen im Prüfungsstress war, hatte das Team viele Partien auf spätere Termine verschoben – und wo es antrat, musste es mit Ersatz auflaufen. In Heidesheim konnte der FCK erstmals seine Bestbesetzung aufbieten und bestätigte prompt Dyllicks Einschätzung – für ihn zählte der FCK schon vor der Saison zu den Titelanwärter.

Ersatzfrau auf der Autobahn

Mit Ausfällen sahen sich diesmal die Heidesheimerinnen jkonbfrontoertm, und das nicht zu knapp: Carolin König stand ebenso wenig zur Verfügung wie Jana Schneider und Natalia Winter, kurzfristig war auch noch Rabea Sauer erkrankt. Im Doppel stellte sie sich zwar an die Platte, weil Ersatzfrau Charlotte Böcking sich noch auf der Autobahn befand. „Da war für mich die Sache schon gegessen“, sagte Dyllick. „Mir war klar, dass nichts mehr zu holen sein würde.“

Nach wenigen Ballwechseln gaben Sauer/Smeljanski auf, Mayer/Eppelmann sorgten mit ihrem Sieg für das 1:1. „Ich hatte damit geliebäugelt, dass Amelie Mayer im Einzel zwei Punkte beisteuern kann“, sagte Dyllick, doch seine Nummer eins ging leer aus. Gegen Lisa Kallenbach verlor sie denkbar knapp mit 9:11 im fünften Satz, ihre Gegnerin überzeugte mit ihrem Blockspiel. „Amelie hat offensiv gespielt, vielleicht etwas zu offensiv“, sagte Dyllick. Gegen Abwehrspielerin Janine Jansen hatte Mayer nichts zu bestellen.

Nur Smeljanski holt ein Einzel

Ähnlich erging es Maxi Eppelmann gegen Stefanie Gundacker. „Maxi ist gar nicht in ihr Spiel reingekommen. Auch sie hat vielleicht etwas zu offensiv agiert. Gundacker hat sie einfach abgeschossen.“ Gegen Annette Knieriemen konnte Eppelmann eine 2:1-Satzführung nicht nutzen und war im entscheidenden Durchgang chancenlos. „Ich hatte damit gerechnet, dass wir dieses Spiel gewinnen“, sagte Dyllick. „Amelie und Maxi haben aber nicht ihr bestes Tischtennis gespielt. Sie können es besser.“

Der einzige Heidesheimer Sieg in den Einzeln gelang Valerie Smeljanski. Sie entschied sich gegen Kallenbach für die richtige Taktik. „Valerie hat es etwas langsamer angehen lassen“, erläuterte der Betreuer. „Sie hat weich und mit viel Rotation gespielt. Das hat sie gut gemacht.“ Zum Abschluss hätte die Ersatzspielerin fast noch für eine Überraschung gesorgt: Böcking zwang Gundacker in den fünften Satz, lag dort 1:5, 2:9 und 6:10 zurück, glich aber zum 10:10 aus. Die nächsten beiden Ballwechsel jedoch aber gingen an Gundacker.

„Das Team ist nicht enttäuscht“, sagte Dyllick. „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, und wir haben gegen einen guten Gegner verloren.“

 

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