Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 09.09.16

Wieder frisch

Der TSV Schott Mainz verspricht fürs Oberligaspiel gegen Aufsteiger TuS RW Koblenz wieder die Spritzigkeit, die zuletzt fehlte.
Srdjan Baljak (r.) und sein TSV Schott sind aus dem körperlichen Tief herausgeklettert.
Srdjan Baljak (r.) und sein TSV Schott sind aus dem körperlichen Tief herausgeklettert. | Peter H. Eisenhuth

Mainz. Nein, es ist nicht d i e TuS Koblenz, mit der sich Fußall-Oberligist TSV Schott Mainz am Samstagnachmittag auseinandersetzen muss. D i e TuS Koblenz ist als Meister der vorigen Saison in die Regionalliga aufgestiegen, gleichzeitig aber rückte aus der Rheinlandliga eine andere TuS vom Deutschen Eck nach: die TuS Rot-Weiß Koblenz, die es erstmals in die fünfthöchste Klasse geschafft hat.

„Das ist ein atypischer Aufsteiger“, sagt Sascha Meeth mit Blick auf die fußballerischen Qualitäten des kommenden Gegners. „Das wird der Kontrapunkt zu unserem vorigen Heimspiel gegen Morlautern. Da hatten wir es mit einer Mannschaft zu tun, die defensiv extrem stark war und robust gegen den Ball gearbeitet hat. Jetzt spielen wir gegen einen Aufsteiger, der in der Regel über die spielerischen Komponenten kommt und die vor allem im Sturm sehr gut besetzt ist.“

Schneider mit Schiene?

Im Mittelfeld der Koblenzer agiert normalerweise Sebastian Knopp, der über die Erfahrung von 30 U-19-Bundesligaspielen in Freiburg und Mainz sowie drei Jugend-Länderspielen verfügt und der 2012/13 als Sechser eine Stammkraft der 05-Zweiten war. Dennoch ging es für ihn nach einer Regionalligasaison mit 28 Einsätzen am Bruchweg nicht weiter; mit den fußballerischen Qualitäten des aggressiven Defensivmannes hatte das weniger tun.

Bei allem Potenzial, das Sascha Meeth dem samstäglichen Gegner bescheinigt, steht außer Frage, „dass wir ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger gewinnen wollen“. Die nötige Frische dafür hätten seine Spieler inzwischen zurückgewonnen, nachdem sie vor einer Woche kollektiv in ein Loch gefallen und nicht in der Lage waren, beim 0:4 in Wiesbach ernsthaften Widerstand zu leisten. „Dieser Tag, an dem die Körner alle sind, an dem die Beine nicht mehr machen, was der Kopf ihnen sagt, musste irgendwann kommen“, sagt der Trainer. „Aber wir haben schon am Montag und Dienstag wieder toll trainiert, die Jungs sind körperlich sehr gut drauf, von der Stimmung her sowieso. Und ganz sicher werden wir am Samstag wieder spritziger sein.“

Noch ungeklärt war, ob Manuel Schneider gegen die Koblenzer mitwirken kann. Beim Spiel in Ludwigshafen hatte er sich die Hand gebrochen und musste operiert werden, könnte aber, nachdem die Fäden gezogen wurden, am Wochenende wieder auflaufen – vorausgesetzt, die den Arm schützende Schiene, die der Sechser tragen soll, ist rechtzeitig fertiggeworden.

 

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