Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 29.11.14 Von wegen Titelkandidat Sein erstes Heimspiel in der Oberliga verlor der TSV Schott gegen den damals hoch gehandelten 1.FC Saarbrücken II. Vor dem zweiten Aufeinandertreffen am Sonntag sind die Saarländer Tabellenvorletzter. 37 Treffer durften die Spieler des TSV Schott Mainz in dieser Saison bereits bejubeln. In Saarbrücken wollen sie ein paar drauflegen. | Eva Willwacher Gonsenheim. Ein bisschen kurios ist das schon. Auf der einen Seite haben sich die Fußballer des TSV Schott Mainz an nahezu keinem Spieltag vom Ergebnis der Vorwoche beeinflussen lassen. „Weder positiv noch negativ“, sagt Ali Kayhan Cakici. Auf der anderen Seite hing ihnen ihr erstes Oberliga-Heimspiel noch lange Zeit in den Klamotten. „Ja, das hat uns noch eine Weile verfolgt“, bestätigt der Trainer des Aufsteigers mit Blick auf die 2:6-Pleite gegen den 1.FC Saarbrücken. Aus heutiger Sicht ist diese Niederlage noch etwas ärgerlicher, denn damals galten die Saarländer als einer der Titelkandidaten – inzwischen stehen sie mit nur elf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Damals wussten wir aber auch noch nicht, wie schlecht wir zu Hause sind…“, sagt Cakici. Dem Anspruch, dem eigenen Publikum etwas Besonderes zu bieten, lief seine Mannschaft lange hinterher. Mittlerweile sieht die Heimbilanz mit drei Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen verhältnismäßig manierlich aus, doch ihren soliden zehnten Platz hat die Werkself vor allem ihrer Auswärtsstärke zu verdanken. Hinrundenergebnis ohne Bedeutung Die soll auch am Sonntag in Saarbrücken greifen. Dabei spiele das Resultat der Hinrundenbegegnung für ihn keine Rolle, versichert Cakici. „Ich will dort gewinnen“, sagt er, „aber das wollte ich auch, wenn wir im August nicht verloren hätten.“ Dass seiner Elf etwas Ähnliches widerfährt wie damals, darf als ausgeschlossen gelten. Zwar zeigt die Schott-Defensive bisweilen noch fatale Schwächen – wie am vorigen Sonntag im Derby gegen den SV Gonsenheim, als Arif Güclü gegenwehrlos die Gäste-Führung erzielen durfte –, insgesamt aber ist das Team stabiler geworden. Und die Angreifer der Werkself gehen nicht mehr so schludrig mit ihren Torchancen um. „Wir haben und damals des Öfteren sehr gut durchgespielt, waren aber im Strafraum nicht konsequent genug“, sagt der Trainer. „Das hat sich geändert.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)