Bundesliga | Gert Adolphi | 24.03.26

Vom Zuschauer zum Teil des Teams

Ringen-Bundesligist ASV Mainz 88 verpflichtet Halbschwergewichtler Rahmatullah Moradi.
Übernimmt den Platz von Wladimir Remel: Rahmatullah Moradi.
Übernimmt den Platz von Wladimir Remel: Rahmatullah Moradi. | ASV Mainz

Mainz. Der ASV Mainz 88 hat einen Nachfolger für Wladimir Remel gefunden: Rahmatullah Moradi übernimmt vom bisherigen Kapitän des Bundesligisten den Part im Freistil-Halbschwergewicht. Der 28-jährige deutsche Kaderringer kommt vom Zweitligisten KSV Ketsch, für den er bei seinen drei Einsätzen ausschließlich auf internationale Topleute stieß.

Dass Moradi gegen den lettischen Olympiateilnehmer Armands Zvirbulis, dessen Landsmann Ivars Samusonoks (WM-Siebter), sowie den moldauischen WM- und EM-Teilnehmer Radu Lefter verlor, lässt kaum Rückschlüsse auf sein Leistungsvermögen zu. National hat der Zugang bei Deutschen Meisterschaften auf sich aufmerksam gemacht; 2023 wurde er Zweiter, 2024 Dritter.

International hat Moradi ebenfalls schon reüssiert. Er gewann den Großen Preis von Spanien, vertrat Deutschland bei den Europameisterschaften 2025 in Bratislava und nahm an der Club-Weltmeisterschaft in Teheran teil.

Heimkämpfe besucht

Der Kontakt der 88er zu Moradi bestand schon länger, der Athlet verfolgte die Auftritte des ASV und besuchte als Zuschauer die Heimkämpfe. Besonders die Atmosphäre in der Halle und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hätten ihn beeindruckt, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Deshalb sei für ihn schnell klar gewesen, dass er den Schritt nach Mainz gehen möchte. „Er freut sich darauf, jetzt selbst Teil des Teams zu sein, sich weiterzuentwickeln und für den ASV auf der Matte alles zu geben.“

Die Neubesetzung im Halbschwergewicht war nötig geworden, weil Wladimir Remel nach elf Jahren in Mainz wegen beruflicher und familiärer Belastung kürzertreten wollte und sich dem Regionalligisten RSV Schuttertal angeschlossen hat.

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