Bundesliga | Gert Adolphi | 18.03.26

Vielversprechendes Talent

Auf den Spuren von Mateusz Wolny und Tadeusz Michalik: Der 18 Jahre alte polnische Greco-Ringer Yassine ben Labed schließt sich dem ASV Mainz 88 an.
Voraussichtlich in der Rückrunde der nächsten Saison wird Yassine ben Labed für die 88er auf die Matte gehen.
Voraussichtlich in der Rückrunde der nächsten Saison wird Yassine ben Labed für die 88er auf die Matte gehen. | ASV Mainz

Mainz. In Yassine ben Labed hat der ASV Mainz 88 ein vielversprechendes Talent für die nächste Bundesligasaison verpflichtet. Der 18-jährige polnische Greco-Ringer mit tunesischen Wurzeln hat erst am Wochenende international auf sich aufmerksam gemacht, als er bei den U-23-Europameisterschaften im serbischen Zrenjamin in der 87-Kilo-Klasse den dritten Platz belegte.

Bei der WM der gleichen Altersklasse war ben Labed im vorigen Jahr Fünfter geworden, 2024 hatte er als Dritter der U-17-EM schon einmal bei kontinentalen Titelkämpfen auf dem Podium gestanden.

Finalsieg gegen Michalik

Bei den 88ern setzt ben Labed eine Tradition fort. In Mateusz Wolny und Tadeusz Michalik waren zwei polnische Greco-Spezialisten lange Jahre im Mainzer Trikot erfolgreich. Beide haben ihre aktive Karriere mittlerweile beendet und sind in ihrer Heimat als Trainer tätig. Wolny arbeitet als Coach der Junioren-Nationalmannschaft, von ihm erhielten die 88er auch den entscheidenden Hinweis auf ihren Neuzugang.

Mit Michalik verbindet den jungen Mann eine andere Geschichte: Ihn schlug Yassine war ben Labed im Finale der polnischen Meisterschaften im 97-Kilo-Limit. In der Bundesliga soll die Nachwuchshoffnung im Halbschwergewicht (98 Kilo) auf die Matte gehen und kommt damit voraussichtlich erst in der Rückrunde zum Einsatz.

„Yassine ben Labed bringt genau das mit, was zu unserem Weg passt: Talent, Stärke und großes Entwicklungspotenzial“, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Wenn er die Geschichte seiner beiden Vorgänger fortschreibe, stehe ihm in Mainz eine große Zukunft bevor.

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