Oberliga Damen | Guido Steinacker | 23.03.14 Torarmut im Saarland Jeder Treffer ein mühsam Ding: Mit einem 16:16 (7:8) musste Handball-Oberligist FSV Mainz 05 II sich beim Tabellenneunten DJK Marpingen begnügen. Marpingen. Im Hinspiel (37:18) hatte Handall-Oberligist FSV Mainz 05 II zur Pause schon so viele Treffer erzielt wie diesmal im gesamten Spiel. Das sagt viel über das 16:16 (7:8) des Tabellendritten bei der DJK Marpingen aus. Der Punktverlust beim Tabellenneunten bringt die Mannschaft im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Vizemeisterschaft in den Nachteil gegenüber dem SV 64 Zweibrücken, der sich durch ein 39:32 über die HSG Wittlich um einen Punkt von den 05ern absetzte. Es war klar, dass die 05er ein Problem haben würden in Marpingen. Es war das Spiel eins nach der verpassten Gelegenheit, sich im Heimspiel gegen die Zweibrücker auf Platz zwei zu schieben und Tabellenführer TSV Kandel auf den Fersen zu bleiben. „Der Schock dieses Spiels war der Mannschaft deutlich anzumerken, die Köpfe waren nicht frei“, berichtete Trainerin Nikoletta Humm. Es war auch das erste Spiel nach der Verletzung von Rückraumschützin Selina Adeberg, die einen guten Teil dieses Schocks ausmachte – nachträglich, denn die Haupttorschützin im Oberligateam verletzte sich im anschließenden Spiel mit dem Zweitligateam der 05er. Doch auch andere Spielerinnen in Humms Mannschaft können werfen. „Es hat auch nicht nur am Fehlen von Selina gelegen“, stellte Humm klar. Schäfer verhinderte Schlimmeres Immerhin funktionierte die Defensive. Dass es nicht lange bis zum Halbzeitpfiff war, als es 2:7 aus Sicht der 05er stand, besagt viel. „Dabei hat Kristin Schäfer noch viele Bälle gehalten“, verdeutlichte Humm, wie weit weg ihr Team bis dahin von ihren Ansprüchen war. Es wurde eine mühevolle Kleinarbeit, diesen Rückstand bis zur Pause wenigstens fast wettzumachen. Danach gelang es einfach nicht ein ganz neues Spiel zu beginnen, es blieb sehr mühsam zum Torerfolg zu kommen. Die Gastgeber ließen die 05er niemals wegziehen, vermochten aber auch selbst keine großen Sprünge mehr zu vollziehen. So bemühten sich beide Mannschaften in den letzten zwei Minuten der Partie vergeblich um ihren 17. Treffer. Das passte irgendwie zu diesem Spiel, das aus Mainzer Sicht leider nicht ganz zu Unrecht mit der Punkteteilung endete. Alle Artikel von Handball