Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 01.05.26 Lust auf die neue Liga Zwei Mainzer Mannschaften sind in der am Freitag beginnenden Saison der Herren-Verbandsliga vertreten. Der TSC 2 kam als Meister nach oben, der TSV Schott als Nachrücker. Beide sehen sich in der Außenseiterrolle. Tom Meinert ist der Youngster im Team des TSV Schott 2. | Bernd Eßling Mainz. Die beiden Mannschaften konkurrierten vorige Saison um die Meisterschaft in der Rheinhessen- und den Aufstieg in die Verbandsliga. Der TSC Mainz 2 entschied diesen Wettstreit knapp für sich – bei Punktgleichheit gab das Matchverhältnis von 39:15 den Ausschlag gegenüber dem 36:18 der Zweiten Mannschaft des TSV Schott. Wenn aber am Samstag die Medenrunde 2026 beginnt, schlagen auch die Schottler eine Liga höher auf. Ein Verbandsligist hatte zurückgezogen, „und wir wurden gefragt, ob wir nachrücken wollen“, berichtet Jörg Daum, der Trainer und Sportliche Leiter. „Wir haben das Angebot angenommen, weil wir finden, dass es ein guter Moment ist, sich in die Liga und die Saison hineinzufühlen.“ Einspielen für die am 21. Juni, parallel zum letzten Verbandsligaspieltag beginnende Oberligasaison sollen sich der aus Hessen gekommene Feliciano Saulino, Sven König und Adrian Kraus, nach einem Jahr in Alzey zum TSV zurückgekehrt. Dieses Trio wird sich in der Ersten Mannschaft die sechste Position teilen und bis dahin nach Möglichkeit dem Unterbau zum Klassenverbleib verhelfen. Hinten könnte es schwer werden Fabian Guzik und Tom Meinert gehören ebenfalls zum Stamm; dahinter befinden sich mehrere Akteure in der Rotation: Mika Westhoff, Nino Keim, Tobias Bott, Hannes Kunz, Robert Kovacs, Jerome Rup. „Ob es am Ende reicht, um drinzubleiben, kann ich nicht einschätzen“, sagt Daum, „wir waren ja schon länger nicht mehr in dieser Liga unterwegs. Aber wir werden mit den genannten Leuten spielen und nicht auf Teufel komm raus versuchen, die Klasse zu halten.“ Die Mannschaft habe sich für den Gang nach oben ausgesprochen, alle hätten Lust auf die neue Liga, „auch wenn es für den einen oder anderen hinten schwer werden könnte, Spiele zu gewinnen“. Ganz sicher sei es der richtige Schritt für den talentierten Youngster: „Um Tom zu fördern, hätte die Rheinhessenliga nicht mehr das richtige Niveau, und die Oberliga ist noch eine Nummer zu groß.“ Zum Auftakt tritt der TSV Schott am Freitag beim TC Oberwerth Koblenz 2 an. Ein Gegner, von dem Daum aus Erfahrung weiß, dass er „uns am Anfang mit sechs starken Leuten zerstören will und später in der Saison den Platzwart aufstellt“. Ihr erstes Heimspiel bestreitet seine Mannschaft am 17. Mai gegen den TV Alzey, zwischendrin geht es zum TC Mörsch Frankenthal. Dort, sagt Daum, „sollten wir wohl gewinnen, wenn wir nicht absteigen wollen“. TSC mit zwei Heimspielen Auf den TSC Mainz 2 treffen die Schottler nicht. Der Mitaufsteiger befindet sich in der Parallelgruppe und steigt am Freitag (10 Uhr) gegen den TC Remagen in die Saison ein, schon am Sonntag geht es ebenfalls am Ebersheimer Weg gegen den Ingelheimer TC weiter. „Ein guter Auftakt wäre schön“, sagt Babak Momeni, „aber wir sind in dieser Liga der absolute Underdog. Die Liga zu halten, wird schwer, aber es ist möglich.“ Auch der TSC wird seine Zweite Mannschaft in den ersten Wochen verstärken, „aber behutsam“, wie der Cheftrainer ankündigt. Levy Müller und Mats Weber sind als Hilfe von oben angedacht, neu im Kader ist David Anthofer, der bisher für Rot-Weiß Worms in der Rheinhessenliga aufschlug. Ansonsten sollen diejenigen Akteure spielen, die aufgestiegen sind. „Normalerweise eine gute Mannschaft für die Liga“ „Luis Herding mit seinen zwölf Jahren könnte ebenfalls schon zum Einsatz kommen“, sagt Momeni. „Mal sehen, ob sich das ergibt.“ Das Mainzer Toptalent wird auch für die U15 des BASF TC Ludwigshafen in der Verbandsliga auflaufen. „Wir hätten in dieser Saison nur vier Jungs gehabt, die in dieser Liga spielen können, der Rest würde untergehen.“ Sehr ausgeglichen besetzt, sei die TSC-Zweite „normalerweise eine gute Mannschaft für die Verbandsliga“, sagt der Coach. Die Einschränkung „normalerweise“ bezieht sich auf die Unwägbarkeit, wie viele ausländische Akteure die Konkurrenz einsetzt. „Die Jungs sollen Spaß haben und gutes Tennis spielen. Und dann werden wir sehen, wofür das reicht.“ Kapitän der TSC-Zweiten: Moritz Hildner. | Bernd Eßling Anzeige Anzeige Alle Artikel von Tennis