Rheinhessenliga | Peter H. Eisenhuth | 01.05.26 Mit kühlem Kopf in cooler Liga Matchtiebreak- und Doppelquote steigern: Die DJK TV Mainzer Sand will in der Tennis-Rheinhessenliga eine bessere Rolle spielen als vorige Saison. Der MTV 1817 Mainz, nach zwei Jahren aus der A-Klasse zurückgekehrt, würde sich einem Durchmarsch nicht verwehren. Mats Hippchen und die DJK TV Mainzer Sand wissen, in welchen Bereichen sie zulegen müssen. | Bernd Eßling Mainz. Allzu viel Spaß hatten Mats Hippchen und seine Mannschaftskameraden in der vorigen Saison nicht. Lediglich eines ihrer sechs Rheinhessenligaspiele gewannen sie, als Tabellenvorletzter stand die DJK TV Mainzer Sand am Ende mit dem punktgleichen TC Jugenheim als Absteiger fest. Gleichwohl sind sie – wie auch der Vorjahresletzte – in dieser Saison als Nachrücker wieder dabei, „und darüber sind wir sehr froh“, sagt der Kapitän. Hippchen spricht von einer „coolen Liga“, denn: „In diesem Jahr ist keine Zweite Mannschaft dabei, die bei Bedarf Spieler aus der Ersten nach unten schicken kann. Und irgendwer wollte in den vergangenen Jahren immer aufsteigen und war entsprechend stark besetzt.“ In besonders unangenehmer Erinnerung geblieben ist die vorvergangene Spielzeit, als der TC Weiler mit bis zu vier Ausländern durch Rheinhessen fegte und nur fünf Matches abgab. Jetzt bewege sich die Konkurrenz auf einem ähnlichen Level, sagt Hippchen. „An guten Tagen kann man jeden Gegner schlagen, an schlechten Tagen gegen jeden verlieren.“ Mehr Siege als Niederlagen zu verbuchen, wäre schön und für das Saisonziel völlig ausreichend. „Mehr als die Klasse zu halten, haben wir nicht vor. Wir sind ja froh, dass wir dringeblieben sind.“ Diersmann fällt aus Personell hat sich beim Mainzer-Sand-Team nicht viel verändert. Mats Hippchen spielt vorne, es folgen sein Bruder Tim, Maximilian Rohde, Joshua Kloß und Robert Jung. Neu im Kader ist Yannick Döring, verzichten muss die Mannschaft jedoch auf Merlin Diersmann. „Das tut weh“, sagt Mats Hippchen, „er muss noch mal an der Schulter operiert werden.“ Im Winter und während der Vorbereitung auf Sand habe die Mannschaft versucht, die Baustellen zu schließen, die ihr voriges Jahr zu schaffen machten. Insbesondere müsse es gelingen, in den engen Auseinandersetzungen kühlen Kopf zu bewahren. „Von zehn Matchtiebreaks hatten wir acht verloren – diese Quote muss besser werden.“ Ähnlich verhält es sich mit den Doppeln. Mindestens eines pro Spieltag müsse an seine Mannschaft gehen“, sagt der DJK-Kapitän. Noch einmal will er nicht ein Debakel wie in Jugenheim erleben, als aus einer 4:2-Führng nach den Einzeln eine 4:5-Niederlage wurde; unter anderem wegen zweier mit 8:10 abgegebenen Matchtiebreaks in den Doppeln. „Wir wären nicht unhappy, wenn wir durchmarschieren könnten“ In Jugenheim tritt die Mannschaft auch zum Auftakt am Freitag (9.30 Uhr) an, erstmals zu Hause schlägt sie am 14. Mai gegen Bürgerweide Worms auf. Und bei aller vermuteten Ausgeglichenheit der Liga sieht Mats Hippchen doch einen Konkurrenten als leicht favorisiert an: „Den MTV 1817 Mainz schätze ich stark ein.“ Das deckt sich mit Darius Guttes Erwartung. „Erst mal sind wir froh, zurück in der Rheinhessenliga zu sein“, sagt der Kapitän der 1817er. Zwei Jahre, eines mehr als geplant, hatte seine Mannschaft dafür nach dem Abstieg in die A-Klasse benötigt, „weil wir in der ersten Saison am letzten Spieltag unnötigerweise gegen Klein-Winternheim verloren haben“. Bleibt der Aufsteiger von solchen Ausrutschern verschont, sollte die Qualität des Kaders ausreichen, um vorne mitzuspielen. „Wir wären auch nicht unhappy, wenn wir durchmarschieren könnten“, sagt Gutte. „Ich kenne nicht alle Leute der anderen Vereine, aber ich glaube schon, dass wir gut besetzt sind.“ Zwei Neue im Kader Die beiden vorderen Positionen nehmen die Spanier Alvaro Munoz und Carlos Martinez ein, zwei Spanier, aber keine Importspieler, sondern Studenten, „die auch für unseren Trainingsbetrieb unverzichtbar geworden sind“. Neu dabei sind Ruben Stettler, der aus Hessen auf die andere Rheinseite gewechselt ist. „Er hatte vor Jahren mal bei unseren 1817 Open mitgemacht, ist auch weit gekommen, war jetzt auf Vereinssuche und hat sich an uns erinnert“, erzählt Gutte. Einen kürzeren Weg hat Tim Schmidt: Er war zuletzt für Grün-Weiß Mainz aktiv. Gegen Bürgerweide Worms werden die beiden Zugänge am Freitag (9.30 Uhr) debütieren. Als dritter Mainzer Verein kommt in dieser Saison die TSG Bretzenheim 46 hinzu. Der Liganeuling beginnt bei Rot-Weiß Worms und empfängt am 10. Mai die 1817er zum Aufsteigerduell. Zwei Jahre verbrachten Darius Gutte und der MTV 1817 in der A-Klasse. Jetzt sind sie zurück in der Rheinhessenliga. | Peter H. Eisenhuth Anzeige Anzeige Alle Artikel von Tennis